Zusammen mit Kindern machten Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon (von links), Rüdiger Daub, (Liebenzeller Gemeinschaftsverband), Matthias Herrmann (Liebenzeller Gemeinschaft Remchingen), Samuel Daub (EC Remchingen) und Gemeinschaftspastor Thomas Ritter den ersten Spatenstich in den Billäckern. Foto: Zachmann

Spatenstich in Wilferdingen

Liebenzeller Gemeinschaft baut Gemeindezentrum

Von Julian Zachmann

Wenn der Pastor mit dabei ist, darf man auch mal sonntags den Spaten packen – und wenn es ums neue Jugend- und Gemeindezentrum geht, dann erst recht. Trotz strömendem Regen begleiteten zahlreiche Gottesdienstbesucher den Festakt, der den offiziellen Baubeginn der Liebenzeller Gemeinschaft Remchingen im Wilferdinger Gewerbegebiet „Billäcker“ markierte. Hier soll auf der bereits ausgehobenen und geschotterten Grube mit 850 Quadratmetern überbauter Fläche ein Holzbau entstehen, der dann ausreichend Platz für die vielfältigen Aktivitäten und zur Begegnung bietet.

Bis Weihnachten soll Gebäude stehen

Geplant sei, bis Weihnachten die gesamte Gebäudehülle zu stellen und 2017 unter tatkräftigem ehrenamtlichem Einsatz den Innenausbau anzugehen, so dass Ende nächsten Jahres die Einweihung stattfinden könne, so Bauausschuss-Mitglied Jürgen Mayer: „Aus dem Papier wird jetzt endlich etwas Praktisches.“  Die Notwendigkeit des Neubaus einmal mehr demonstriert hatte am Sonntag der vorhergehende Gottesdienst im bisherigen Gemeindesaal an der Königsbacher Straße. Der Raum platzte mit über hundert Besuchern fast aus allen Nähten. Dabei ist es eine durchaus gewagte Aufgabe, die die Glaubensgeschwister engagiert in Angriff nehmen: 2,25 Millionen Euro soll das Projekt insgesamt kosten. Über ein Drittel der Bausumme hat die Gemeinschaft durch Spenden oder kreative Projekte wie Sponsorenläufe in den vergangenen Jahren bereits zusammengetragen. Die politische Gemeinde stellte einen Zuschuss von 100 000 Euro in Aussicht.

Spendenbedarf während Bauphase

Nach einem Darlehen vom Gesamtverband, Eigenleistungen und dem Verkauf des alten Hauses bleibt noch immer eine halbe Million Euro Spendenbedarf während der Bauphase, erklärte Matthias Herrmann. Hoffnungsvoll stimme ihn dabei der Rückhalt der Glaubensgeschwister, die sich in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit 95 Prozent dafür ausgesprochen hatten, den Neubau anzugehen sowie das Vertrauen auf Gottes Hilfe. „Jedes Bauprojekt ist ein Wunder Gottes“, stellte Rüdiger Daub, Vorstandsmitglied beim Liebenzeller Gemeinschaftsverband, fest.

Größtes Bauprojekt der vergangenen 20 Jahre

Im gesamten Verband sei das Bauprojekt das größte der vergangenen 20 Jahre. „Es ist notwendig und gut, dass sie diesen Schritt wagen und rausgehen zu den Menschen“, sagte Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon. „Dieses Vertrauen auf Gott muss man erst einmal haben.“ Mit ihrer fantastischen Jugendarbeit leiste die Liebenzeller Gemeinschaft wertvolle Dienste in Remchingen. „Es ist eine Saat auf Hoffnung“, verdeutlichte Gemeinschaftspastor Thomas Ritter. „Jeder einzelne hat bisher seinen Beitrag dazu geleistet.“