SHOPPEN OHNE ZU SCHLEPPEN: Das will der Lieferservice "Kalix" für Karlsruhe und die Region ermöglichen.
SHOPPEN OHNE ZU SCHLEPPEN: Das will der Lieferservice "Kalix" für Karlsruhe und die Region ermöglichen. | Foto: dpa

"Kalix" aus Karlsruhe

Lieferservice geht in die Verlängerung

Ende vergangenen Jahres war der Lieferdienst „Mein Kalix – Karlsruhe liefert’s fix“ mit viel Tamtam gestartet worden. Jetzt wurde die Testphase bis einschließlich Dezember verlängert. Die Initiatoren, allen voran die City Initiative Karlsruhe, justieren dabei nach und wollen so Anfangsschwierigkeiten beseitigen. Vor allem zwei Probleme hat es nach BNN-Informationen immer wieder gegeben: „Kalix“ wurde nicht offensiv genug beworben. Und teilweise hatte auch das Personal in den Geschäften Schwierigkeiten mit der Auftragserfassung.
Wie die City Initiative auf BNN-Anfrage mitteilte, werden zusätzliche Schulungen des Personals angeboten. Mitarbeiter können künftig auch telefonisch „Kalix“-Aufträge vergeben. Der „Kalix“-Service soll zudem innerhalb der teilnehmenden Geschäfte „noch deutlicher sichtbar“ sein.
Neu ist – gegen einen Aufpreis – auch ein „Zwei-Mann-Handling“ für große Einkaufsstücke, wovon beispielsweise die Käufer von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik profitieren. Zudem hat Citymanager Sascha Binoth mit den „Radkurieren Karlsruhe“ einen neuen Logistikpartner gewonnen. Die tiramizoo GmbH (München) ist nicht mehr dabei. „Die Radkuriere benutzen auch Pkw, allerdings nur, wenn der Transport nicht anders möglich ist. Sonst wird versucht, größere Pakete und Lieferungen mit einem Lastenfahrrad zu transportieren“, erläutert Binoth. Falls sie doch ein Auto benötigten, dann griffen sie zu den Schlüsseln des Carsharing-Anbieters „Stadtmobil“.
„Kalix“ kostet ab sofort 2,99 Euro für eine reguläre Lieferung (bislang 5,99 Euro) innerhalb von Karlsruhe, außerhalb der Großstadt werden im „Kalix“-Gebiet 80 Cent pro Kilometer berechnet.
Bislang bieten rund 50 Geschäfte den Service an. Geliefert wird von Bruchsal bis Malsch und von Kandel bis Remchingen. Und so funktioniert es: Der Kunde meldet sich im ersten Geschäft für „Kalix“ an und kauft in bis zu fünf der teilnehmenden Läden – vom Elektrogroßmarkt über den Drogeriemarktfilialisten bis hin zum Modehaus – Artikel für bis zu zehn Packtüten ein (Mindesteinkaufswert zehn Euro). Die Radkuriere sammeln die Waren bei den Händlern ein und bringen sie zwischen 18.30 und 22 Uhr direkt zum Kunden an die Haustür. So sparen sich die Kunden das lästige Tütenschleppen.
„Kalix“ ist eine Kooperation der Radkuriere Karlsruhe, der City Initiative Karlsruhe sowie der städtischen Tochtergesellschaften Kasig und Stadtmarketing. Sie sprechen von einem „deutschlandweit einmaligen innerstädtischem Lieferservice“. Mit „Kalix“ wollen die Karlsruher auch auf die Online-Konkurrenz reagieren und somit den heimischen Einzelhandel stärken. Beim Start des Lieferservices hieß es, „Kalix“ werde die Innenstädte revolutionieren“. Ganz Deutschland schaue auf Karlsruhe – umso wichtiger ist den Initiatoren der dauerhafte Erfolg, zu dem die Veränderungen während der Testphase beitragen sollen.
Gabriele Calmbach-Hatz, Vorsitzende der City Initiative Karlsruhe mit ihren 750 Mitgliedern in der Technologieregion Karlsruhe, kommentiert: „Ich freue mich, dass es mit dem Lieferservice ,Mein Kalix’ weitergeht. Da viele Kunden diesen besonderen Service noch nicht kennen, können wir in der Verlängerung der Testphase den Lieferservice weiter bewerben und vorantreiben – und somit gemeinsam den stationären Einzelhandel stärken.“

Hier finden Sie weitere Informationen zu „Kalix“.