Das Logistikunternehmen Baam ist jetzt neben Karlsruhe auch am Standort Ettlingen.
Das Logistikunternehmen Baam ist jetzt neben Karlsruhe auch am Standort Ettlingen. | Foto: hei

Logistikunternehmen

Baam investiert zehn Millionen Euro in Ettlingen

Das Logistikunternehmen Baam ist auf Expansionskurs und  nahm  jetzt seinen Standort in Ettlingen offiziell in Betrieb.  Der Familienbetrieb  ließ  binnen acht Monaten über den Generalunternehmer Goldbeck einen Neubau in der Ettlinger Zeppelinstraße errichten . Neben der Durmersheimer Straße in Karlsruhe und dem Großmarkt in der Fächerstadt ist es der dritte Standort in der Region. Investiert wurden auf dem von Nachbar San Lucar erworbenen 23 000 Quadratmeter  großen Grundstück rund zehn Millionen Euro.

140 Mitarbeiter an drei Standorten

Es entstanden eine 5 600 Quadratmeter große Halle und ein zweigeschlossiges Bürogebäude mit 800 Quadratmeter Fläche. 30 Mitarbeiter sind laut Firmenchef Andreas Baam in Ettlingen beschäftigt, im Unternehmen insgesamt sind es 140. Baam erinnerte vor zahlreichen geladenen Gästen an die Grundstückssuche in der Region , die vor allem erforderlich geworden sei, weil die Kutterer und Mauer AG Karlsruhe – Kunde von Baam – in Hochregallagern Platz für ihre Spritzgussteile aus Plastik benötigte. Den hat sie nun in Ettlingen: 6 000 Paletten können in der mehr als 10 Meter hohen Halle gestapelt werden. Positiv auch die Nähe zu San Lucar, für die Baam im gekühlten Bereich der Halle frisches Obst und Gemüse umschlägt und sodann – wie es im Firmenslogan heißt – „cool ans Ziel“ bringt. Dafür gibt es 17 Tore, an denen die Lastwagen „andocken“ können.

Unternehmen wurden 1935 gegründet

Baam wurde 1935 von Otto Baam, dem Großvater von Andreas Baam gegründet – mit damals einem Fahrzeug; Anfang der 1980er-Jahre übernahm Andreas Baam das Unternehmen und expandierte kontinuierlich. Heute hat der Logistiker eine Flotte von hundert 40 Tonnern.
Der Geschäftsführer der Firma Goldbeck, Jörg Strohmeier, sagte  bei der Eröffnung, es freue ihn, dass „sich Baam für uns  als Partner entschieden hat“. Zugleich nannte ein paar Zahlen: So wurden 15  000 Kubikmeter Erde während der Bauphase bewegt, 4 000 Kubikmeter Beton verarbeitet, 31 Kilometer Starkstrom- und 10 Kilometer Datenkabel eingezogen. Architekt Rainer Freitag lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt (Bauordnungsamt) und dem Landratsamt (Naturschutzfragen).
In einem kurzen Film  zugeschaltet war  Ettlingens  OB Johannes Arnold, der das Unternehmen   in der Stadt  willkommen hieß.