Vier neue Rettungstreppenhäuser soll der Gernsbacher Tunnel frühestens ab Mitte nächsten Jahres erhalten.
Vier neue Rettungstreppenhäuser soll der Gernsbacher Tunnel frühestens ab Mitte nächsten Jahres erhalten. | Foto: sis

Gernsbacher Tunnel

Nachrüstung erst im nächsten Jahr

Die sicherheitsbedingte Nachrüstung des Gernsbacher Tunnels rückt in weite Ferne. Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) auf Anfrage bestätigt, kann der Baubeginn frühestens im zweiten Halbjahr 2017 erfolgen. Ursprünglich sollte der Umbau schon Mitte 2015 beginnen, wurde dann jedoch bereits auf 2016 verschoben. Wie RP-Sprecher Joachim Fischer bestätigt, steigen zudem die kalkulierten Kosten von 5,4 Millionen auf nunmehr 6,8 Millionen Euro. Jetzt gab das Bundesverkehrsministerium grünes Licht für den Entwurf des RP. Das Planfeststellungsverfahren sei bereits fertiggestellt. Nun bereitet das RP die EU-weite Ausschreibung für die Arbeiten vor und kümmert sich um den Grunderwerb. Für das Bauvorhaben seien nämlich noch (wenige) zusätzliche Grundstücke nötig. Die Bauphase werde voraussichtlich 18 Monate dauern. Eine Vollsperrung sei nicht notwendig.

Vier neue Rettungsstollen

Wie berichtet, sollen im Gernsbacher Tunnel vier neue Rettungsstollen und entsprechende Nottreppenhäuser mit den dazugehörigen Querstollen für mehr Sicherheit sorgen. Zusätzlich sollen, wo möglich, entsprechende Flächen für Wartungs- und Rettungsfahrzeuge geschaffen werden.
Die Nachrüstung der betriebstechnischen Ausstattung (Lüftung, Beleuchtung, Elektrik, Steuerungstechnik, Brandmeldung, Notrufanlagen, Beschilderung und mehr) wurde bereits im April 2013 abgeschlossen. Die zusätzlichen Rettungstreppenhäuser sollen oberirdisch jeweils in einem kleinen Betriebsgebäude an der Obertsroter Landstraße (bei der Info-Tafel), am Kurparkeingang, beim Hotel Stadt Gernsbach sowie beim P&R-Parkplatz am Gernsbacher Bahnhof in der Schwarzwaldstraße errichtet werden.