Die ehemalige Logistikhalle von Juvena haben die Stadtwerke gekauft. Ins Untergeschoss kommt ein Busdepot und im Obergeschoss finden die Probebühne, die Schneiderei und der Kostümfundus des Theaters Platz.
Die ehemalige Logistikhalle von Juvena haben die Stadtwerke gekauft. Ins Untergeschoss kommt ein Busdepot und im Obergeschoss finden die Probebühne, die Schneiderei und der Kostümfundus des Theaters Platz. | Foto: Bernd Kappler

Theater Baden-Baden

Neue Räume am Bahnhof

Das Grundstücksgeschäft ist gemacht, die Probebühnen, die Schneiderei und der Kostümfundus des Baden-Badener Theaters sowie ein Teil der Flotte der Baden-Baden-Linie (BBL) können auf das ehemalige Juvena-Gelände in der Güterbahnhofstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof umziehen. Dadurch kann auf den Neubau in der Wörthstraße verzichtet werden und die Baden-Baden Tourismus (BBT) und Baden-Baden Events (BBE) verbleiben weiterhin im Schloss Solms. Die Verkaufsabsichten für dieses Gebäude sind ins Jahr 2026 verschoben worden, wenn die Stadt einen möglichen Kaufpreis nicht mehr mit dem Land teilen muss.

Diese Idee bestand schon seit etlichen Monaten, allerdings zogen sich die Grundstücksverhandlungen mit dem russischen Eigentümer in die Länge. Nunmehr haben die Stadtwerke die ehemalige Logistikhalle erworben. Im Erdgeschoss des Gebäudes soll ein Busdepot für die Baden-Baden-Linie eingerichtet und damit der Standort in Lichtental entlastet werden. In der neuen Halle finden fünf Gelenkbusse und 13 normale Busse Platz. Die BBL erhofft sich von dem zweiten Depot eine bessere Bedienungsqualität.

Das Obergeschoss der Logistikhalle soll entsprechend den Anforderungen des Theaters ausgebaut und technisch ertüchtigt werden, heißt es in der Vorlage an den Bauausschuss, der sich am 14. Juli mit dem Gesamtkomplex befassen wird. Die Bausubstanz sei auf Grund des geringen Alters des Gebäudes (Baujahr 1999) in einem sehr guten Zustand. Durch die verkehrsgünstige Lage in direkter Nähe zum Bahnhof Baden-Baden bestehe überdies eine optimale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr.

Stadt spart 1,4 Millionen Euro

Die Stadt wird den erforderlichen Grundstücks- und Gebäudeanteil als Teileigentum von den Stadtwerken erwerben und die geplanten Umbauten und Ergänzungen auf eigene Kosten vornehmen, heißt es in der Vorlage weiter. Die Lagerung der Kulissen erfolgt laut Vorlage weiterhin, wie auch bei der Neubauvariante, im Heitzenacker. Mit dieser Lösung spart die Stadt gleichzeitig rund 1,4 Millionen Euro ein, denn der Neubau in der Wörthstraße hätte bekanntlich rund 4,4 Millionen Euro gekostet. Jetzt sind es noch knapp drei Millionen. In beiden Fällen kämen noch 75 000 Euro für die Ausstattung hinzu.

Das Grundstück in der Wörthstraße soll jetzt einer Wohnbebauung zugeführt werden.