Bald Wirklichkeit: Der Bauausschuss des Baden-Badener Gemeinderates hat dem Bebauungsplanentwurf für das neue Medienzentrum des Südwestrundfunks einmütig zugestimmt.
Bald Wirklichkeit: Der Bauausschuss des Baden-Badener Gemeinderates hat dem Bebauungsplanentwurf für das neue Medienzentrum des Südwestrundfunks einmütig zugestimmt. | Foto: Wurm + Wurm Architekten Ingenieure GmbH

Investition in Baden-Baden

Neues SWR-Medienzentrum

Irritationen beseitigt – einhellige Zustimmung. So stellt sich die aktuelle Situation beim SWR-Medienzentrum in Baden-Baden dar, das in den kommenden Jahren auf der Baden-Badener Funkhöhe entstehen und den Sender zukunftsfähig machen soll. Einstimmig billigte der Bauausschuss  den Entwurf des Bebauungsplans und empfahl dem Gemeinderat, die Offenlage zu beschließen.

Irritationen ausgeräumt

Zu Irritationen war es bekanntlich in den vergangenen Wochen gekommen, weil in den Sitzungsunterlagen der Passus aufgetaucht war, dass der Südwestrundfunk schon heute eine mögliche Aufstockung der Gebäude in der Zukunft im Bebauungsplan verankert sehen wollte.

Wie Wolfgang Riehle, Vorsitzender des Gestaltungsbeirats und gleichzeitig Vorsitzender der Jury, die den Siegerentwurf der Bühler Architekten Wurm + Wurm einmütig gekürt hatte, vor dem Bauausschuss verdeutlichte, sei der Gestaltungsbeirat der Auffassung, den Entwurf möglichst auf lange Sicht nicht verändern sollte. Sollte mittel- und langfristig weiterer Raumbedarf beim SWR bestehen, sollte dann auf Grundlage der bis dahin errichteten Gebäude neu entschieden werden. Riehle: „Ich bin froh, dass dies der Sender inzwischen auch so sieht.“

Lob aus den Fraktionen

Mithin war der Weg frei für einmütiges Lob aus den Fraktionen. Klaus Bloedt-Werner (CDU) stellte sich hinter die einmütige Entscheidung des Preisgerichts und meinte, man solle das Projekt nicht schon jetzt mit Erweiterungsabsichten befrachten. Ursula Opitz (Grüne) war ebenfalls froh, dass der Bebauungsplan dem Wettbewerbsergebnis entspricht. Ebenso Werner Schmoll (SPD), der davon ausgeht, dass das Verfahren nun schnell abgewickelt werden könne und Heinz Gehri (FW) ist froh, dass der Sender in Baden-Baden und nicht in Stuttgart investiert. Auf die Bedeutung des Südwestrundfunks als wichtiger Bestandteil und Arbeitgeber in der Stadt hatte zuvor auch Bürgermeister Alexander Uhlig hingewiesen. Das Projekt sei bedeutend für die Zukunft des Senders am Standort Baden-Baden.

Folgt der Gemeinderat dem einstimmigen Votum des Bauausschusses kann als nächster Schritt die Offenlage der Pläne erfolgen, mit der Möglichkeit auch für die Öffentlichkeit, Bedenken und Anregungen vorzubringen.

Gebäude werden höher

Wie das Planungsbüro vor dem Bauausschuss ausführte, gibt es gegenüber dem Wettbewerbsergebnis eine geringfügige Änderung bei der Höherentwicklung. Grund: Die Decken der Geschosse müssen 20 Zentimeter höher werden, um dort erforderliche Leitungen unterzubringen. Um sicher zu gehen, dass nicht noch weitere statische Veränderungen erforderlich werden, soll zudem ein Puffer von weiteren 20 Zentimeter im Bebauungsplan festgeschrieben werden.
Die Architekten Wurm + Wurm haben bekanntlich einen Gebäudekomplex mit pavillonartigen Gebäuden vorgesehen. Der Haupteingang zum trimedialen Medienzentrum befindet sich an der Hans-Bredow-Straße.