SPARKASSE MIT STRAHLKRAFT: Die Zentrale hat die Sparkasse Karlsruhe Ettlingen in der Fächerstadt. Bald fällt der Namenszusatz „Ettlingen“ weg, der nach der Fusion hinzugekommen war.
SPARKASSE MIT STRAHLKRAFT: Die Zentrale hat die Sparkasse Karlsruhe Ettlingen in der Fächerstadt. Bald fällt der Namenszusatz „Ettlingen“ weg, der nach der Fusion hinzugekommen war. | Foto: jodo

Sparkasse Karlsruhe Ettlingen

Zurück zum alten Namen

In Ettlingen war die Fusion seinerzeit sehr umstritten; letztlich ging sie zum 1. November 2010 durch. Der neue Name „Sparkasse Karlsruhe Ettlingen“ ist ab dem kommenden Jahr aber bereits wieder Geschichte. Entsprechende BNN-Informationen bestätigte Sparkassenchef Michael Huber. „Bereits in der Fusionsvereinbarung aus dem Jahr 2010 ist geregelt, dass der Name des fusionierten Hauses nur für eine Übergangszeit ergänzt wird“, begründet er den jetzigen Schritt.

Huber spricht von Erfolgsgeschichte

Ein Firmenname – die sogenannte Firmierung – hat aus Hubers Sicht grundsätzlich die Aufgabe, „in kurzer, einprägsamer Form“ die Funktion und den Standort eines Unternehmens darzustellen. Karlsruhe sei der „identitätsstiftene Überbegriff“ für das gesamte Geschäftsgebiet der Sparkasse und der Region. Bei dem Begriff Technologieregion Karlsruhe sei dies auch so, sagt der Vorstandsvorsitzende der siebtgrößten baden-württembergischen Sparkasse, die zwischen Philippsburg und Malsch mit Filialen präsent ist. Huber: „Mit dem Begriff ,Sparkasse Karlsruhe’ können sich sowohl die Stadt Karlsruhe als auch die übrigen 14 Trägergemeinden der Sparkasse eindeutig identifizieren.“ Die Fusion zwischen der Sparkasse Karlsruhe und der Sparkasse Ettlingen sei eine Erfolgsgeschichte, so Huber weiter. „Alle Bereiche sind zusammengewachsen und fühlen sich als eine Sparkasse, damit ist der Fusionsmodus abgeschlossen.“ Das Zusammenwachsen solle sich nun auch im Namen widerspiegeln.
„Briefbögen müssen wir aus rechtlichen Gründen sofort austauschen“, geht Mario Koch auf den Stichtag der Namensänderung, den 1. Januar 2017, ein. Schon jetzt fahre man die Bestände herunter, sagt der Pressesprecher des öffentlich-rechtlichen Kreditinstituts. Teurer kommt gewöhnlich das Umflaggen an den Fassaden. Doch hier halte sich der Aufwand in Grenzen, so Koch. Er nennt drei Gründe: Vor allem die neuen Filialen tragen ohnehin nur noch den neutralen Namen „Sparkasse“. Etliche ältere Geschäftsstellen haben ihr Namensschild an der Fassade nach der Fusion gar nicht ausgetauscht. Und in Ettlingen lässt sich der zusätzliche Ortsname relativ schnell abmontieren.
Zur Erinnerung: Die Fusion war in Ettlingen politisch umstritten. Wegen ihrer Informationspolitik stand dort vor allem die damalige Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker (FDP), die zugleich Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Ettlingen war, massiv in der Kritik. Auch der ehemalige Chef des Ettlinger Instituts, Kurt Rössler, stand im Fokus.

Fusion war in Ettlingen umstritten

Das Institut war wirtschaftlich in die Bredouille geraten, nachdem es Wertpapiere der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in seinem Eigendepot angelegt hatte. Dieses Problem während der Finanzkrise waren die Ettlinger erst los, als die Sparkasse Karlsruhe die Papiere übernahm. Im Gegenzug wurde schriftlich fixiert, möglichst eine Fusion anzustreben.