Der Stadtbusverkehr in Pforzheim wird von der Bahn-Tochter RVS übernommen.
Der Stadtbusverkehr in Pforzheim wird von der Bahn-Tochter RVS übernommen. | Foto: Sophia Graf

Umfrage zu RVS in Pforzheim

Ungewissheit in Sachen Busverkehr

Die meisten Fahrgäste sind sich offenbar noch nicht im Klaren, was sie vom bevorstehenden Wechsel des Pforzheimer Stadtbusverkehrs zur Bahn-Tochter Regionalbusverkehr Südwest (RVS) halten sollen. Diese Ungewissheit spiegelt sich auch in einer Umfrage wider, für die der Pforzheimer Kurier in der ersten Jahreshälfte mehr als 2 600 Menschen aus Pforzheim und dem Enzkreis kontaktiert hat.

Ein Viertel rechnet mit Verschlechterungen

Etwas mehr als ein Viertel der Befragten (28,5 Prozent) vermutet, dass die Qualität schlechter wird, wenn RVS die Regie übernimmt. Mehr als jeder Zehnte meint sogar, der Busverkehr werde „viel schlechter“.
Andererseits erwartet fast jeder Fünfte der Befragten (17,8 Prozent) das genaue Gegenteil. Nämlich, dass die Qualität besser wird. Rund neun Prozent rechnen sogar damit, dass das Busfahren in Pforzheim „viel besser“ wird. Von einer unveränderten Qualität („bleibt wie bisher“) gehen 13,2 Prozent der Umfrage-Teilnehmer aus.

Ungewisser Einstieg: Optimisten und Pessimisten halten sich die Waage.
Ungewisser Einstieg: Optimisten und Pessimisten halten sich die Waage.

Pessimisten und Optimisten halten sich die Waage

Lässt man den großen Anteil jener außen vor, die sich noch unentschlossen oder schlichtweg desinteressiert zeigen (40,5 Prozent), so halten sich Pessimisten und Optimisten nahezu die Waage. Den 28,5 Prozent, denen Schlechteres schwant, stehen 31 Prozent gegenüber, die nicht von Verschlechterungen ausgehen und zum Teil sogar Verbesserungen erwarten.

Moderne Fahrzeuge mit kostenlosem WLAN

Verständnis für „eine gewisse Zurückhaltung“, die in dieser Umfrage zutage trete, äußerte Erster Bürgermeister Roger Heidt. Politik und Medien hätten in den vergangenen Monaten die schwierige Aufgabe gehabt, eine hoch komplizierte Materie verständlich zu transportieren. Für die zwischen März und Juli Befragten sei es „äußerst schwierig, zu diesem frühen Zeitpunkt eine ausgereifte Meinung darüber haben zu können, ob sich die Qualität in Zukunft ändert“, meint Heidt.
Er selbst ist fest davon überzeugt, dass es besser wird. „Wir haben dann moderne Fahrzeuge mit kostenlosem WLAN , bis auf ein Prozent das gleiche Fahrplanangebot und deutlich mehr Zuverlässigkeit als im letzten dreiviertel Jahr“, sagte Heidt gestern gegenüber dem Pforzheimer Kurier.