Auf größere Unterkünfte setzt der Ortenaukreis bei der Unterbringung von Asylbewerbern. Kleinere Wohnheime werden nach und nach aufgegeben.
Auf größere Unterkünfte setzt der Ortenaukreis bei der Unterbringung von Asylbewerbern. Kleinere Wohnheime werden nach und nach aufgegeben. | Foto: red

Weniger Asylbewerber kommen an

Ortenaukreis gibt weitere Unterkünfte auf

Die Behörden in der Region reagieren auf den Rückgang der Zahlen bei neu ankommenden Asylbewerbern. Das Landratsamt in Offenburg löst zum 31. Oktober weitere 275 Plätze in zehn Unterkünften der vorläufigen Unterbringung für Zuwanderer auf. Die Schließungen betreffen jeweils eine Gemeinschaftsunterkunft in Ettenheim und Neuried, zwei Objekte in Hornberg und Zell am Harmersbach sowie vier Unterbringungen in Oberkirch. Für den Zeitraum zwischen Juli und Ende September hatte das Landratsamt bereits die Auflösung von 327 Unterkunftsplätzen bekanntgegeben; zusätzlich wurde das ehemalige Militärgebäude „N40“ in Friesenheim mit einer Kapazität für 150 Menschen vorübergehend stillgelegt und geräumt. Damit hat der Ortenaukreis bisher 752 der im Juli bestehenden rund 5 700 Plätze gekündigt.

Neuankünfte sinken rasant

Anlass für die Aufgabe der Unterbringungsobjekte sind bekanntlich die seit April abrupt zurückgegangen Flüchtlingszahlen, die Landrat Frank Scherer Anfang Juni dazu veranlasst haben, eine neue Unterbringungsstrategie auf den Weg zu bringen. Diese sieht vor, insbesondere kleine, unwirtschaftliche und organisatorisch schwer zu betreuende Objekte sukzessive aufzugeben. Bis Ende des Jahres könnten bis zu 1 200 Plätze abgebaut werden.

Angebot an die Kommunen

Angesichts der wachsenden Bedeutung der Anschlussunterbringung hat das Landratsamt den Städten und Gemeinden angeboten, geeignete Wohnungen und Gebäude im Bedarfsfall zu übernehmen. Welche der bis zum 31. Oktober gekündigten Unterkünfte in die Anschlussunterbringung überführt werden, steht noch nicht in jedem Fall fest.