Der Wohnmobilplatz an der Wörthstraße in Baden-Baden soll an einer anderen Stelle neu entstehen. Das Gelände will die Stadt ans Rote Kreuz zum Bau einer Pflegeeinrichtung verkaufen. | Foto: Bernd Kappler

Neue Ideen in Baden-Baden

Pflegeheim statt Wohnmobilplatz

Das neue Pflegeheim des Roten Kreuzes als Ersatz für das Ludwig-Wilhelm-Stift in Baden-Bden soll auf dem Wohnmobilparkplatz an der Wörthstraße errichtet und für den wegfallenden Wohnmobilhafen soll es einen neuen Platz geben. So jedenfalls die Marschrichtung von Bürgermeister Alexander Uhlig, der nach eigenen Angaben hierzu in der nicht öffentlichen Sitzung des Bauausschusses am Montag positive Signale erhalten hat. Das Vorhaben werde jetzt weiter konkretisiert, wobei sich Uhlig klar ist, dass die Suche nach einem Ersatzstandort für Wohnmobile und die fahrenden Touristen nicht einfach werden wird.

Neuer Platz für Wohnmobile

Andererseits sei der jetzige Platz für die Tourismus-Stadt Baden-Baden ja nicht gerade eine Visitenkarte. Uhlig: „Niemand findet ihn toll.“ Und: Kurstadt-Feeling komme dort nicht auf. Verwaltungsintern gebe es Ersatzvorschläge. Über diese wollte sich Alexander Uhlig gestern indessen noch nicht auslassen. Der Bürgermeister: „Wir gehen die Sache konzentriert an und wollen auch den Wohnmobilverband einbinden.“

Jubel beim Roten Kreuz

Beim Roten Kreuz hat Uhligs Idee, das Pflegeheim nicht am Ende des Wohnmobilplatzes zu bauen, wo bisher die Probebühne des Theaters vorgesehen war, sondern in Längsrichtung auf dem Womo-Stellplatz für Entzücken gesorgt. Kreisgeschäftsführer Harald Kothe spricht von einem neuen zielführenden Gedanken und von einer tollen Lösung. Der Standort sei ideal an der Grünen Einfahrt gelegen und mit Bushaltestellen in unmittelbarer Nähe.

Die Funktionsräume könnten in Richtung B 500 untergebracht werden und dienten somit als Lärmschutz, während die Zimmer in Richtung Südwesten ausgerichtet werden könnten. Unklar sei im Moment noch, welches Konzept das DRK verwirklichen wolle: Pflegeheim oder betreutes Wohnen. Darüber müsse demnächst der Vorstand entscheiden. Bisher waren 90 Pflegeplätze angedacht gewesen. Zum 1. Januar würde das Pflegestärkungskonzept 3 in Kraft treten, das neue Chancen eröffne. Diese wolle man prüfen.

Pflegeheim bis 2019 fertig

Der DRK-Geschäftsführer geht davon aus, dass das neue Haus bis 2019 fertig werden kann. Bis dahin muss das Ludwig-Wilhelm-Stift verlassen werden, weil es dann nicht mehr den Vorschriften entspricht. Und: „Wir haben den Bewohnern versprochen, sie anderweitig unterzubringen.“

Was aus dem Geländer „Theaterbühne“ wird, steht laut Uhlig noch nicht fest. Er schlägt dort jedenfalls schon mal eine zur vorhandenen Bebauung und zum neuen DRK-Haus abgestufte Wohnbebauung vor.

Seine Idee sei im Gestaltungsbeirat der Stadt im Übrigen spontan einstimmig mit Wohlwollen aufgenommen worden, sagte Uhlig. Die Mitglieder des Bauausschusses hätten ebenfalls Zustimmung signalisiert. Damit könne man jetzt an die Klärung von noch offenen Fragen gehen.