690 Quadratmeter Platz wird das Haus der Jugend in seiner provisorischen Unterkunft bei der Firma Dettinger haben, während nur ein paar Meter weiter das bisherige Gebäude saniert wird.
690 Quadratmeter Platz wird das Haus der Jugend in seiner provisorischen Unterkunft bei der Firma Dettinger haben, während nur ein paar Meter weiter das bisherige Gebäude saniert wird. | Foto: Ehmann

Übergangsunterkunft gefunden

Pforzheimer Haus der Jugend kommt bei Dettinger unter

Nach einem Rückschlag Anfang Juli hat das Pforzheimer Haus der Jugend jetzt eine Übergangslösung für die nächsten zwei Jahre gefunden: im Haus der Firma Dettinger in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 89. „Wir sind uns nun mit Herrn Dettinger einig und es ist alles geklärt. Ab dem 1. September kann der Mietvertrag laufen“, erklärt Hartmut Wagner, Geschäftsführer des Stadtjugendring, gegenüber dem Pforzheimer Kurier. Nur die Stadt müsse noch zustimmen, „denn für die Räume ist eine Nutzungsänderung erforderlich“. Aber er habe nichts von Einwänden gehört. „Ich rechne auch nicht damit. Dettinger ist also zu 99 Prozent sicher und es steht dem nichts im Weg“, sagt Wagner.

Erst 450 Quadratmeter, ab Januar dann 690

Er freut sich über die gefundene Lösung. Sie sei optimal. „Wir haben dort zunächst 450 Quadratmeter Platz im Parterre. Im Januar werden aber weitere Räume frei, sodass es dann 690 Quadratmeter sind“, sagt Wagner. Der Eingang zum vorrübergehenden Haus der Jugend befinde sich allerdings nicht in der Karl-Friedrich-Straße, sondern auf der anderen Seite – an der Habermehlstraße. Auch die „Spielkiste“ für die jüngeren Kinder könne mit in die Räume bei Dettinger ziehen, denn Platz sei dort genug. Ende September soll alles fertig eingerichtet sein.

„Viel umzubauen gibt es eigentlich nicht“

„Viel umzubauen gibt es eigentlich nicht. Wir werden eine Küche einbauen, aber die haben wir ja bereits“, erklärt Wagner. „Außerdem bekommen wir neue und zusätzliche Toiletten. Die sind aber schon da und müssen nur noch installiert werden.“ Der Teppichboden sei natürlich nicht optimal, „aber für zwei Jahre ist das kein Problem“. Der würde im Anschluss einfach herausgerissen und erneuert.
In der kommenden Woche wolle man bereits beginnen, die ersten Sachen in die Übergangsräume zu schaffen. Die seien bereits frei. „Ende September soll alles fertig sein, es ist ja auch nur ein provisorischer Umbau“, so Wagner. Die Kinder und Jugendlichen seien aktiv am Umzug beteiligt. „Sie haben schon beim Aufräumen in den letzten Wochen kräftig mitgeholfen und dürfen natürlich auch beim Einrichten des Provisoriums mitmachen.“

„Wir stören dort niemanden“

In rund zwei Monaten zieht dann also Leben in das Erdgeschoss von Dettinger ein. Das sei im Hinblick auf die anderen Unternehmen im Haus aber kein Problem: „Wenn wir anfangen, so um 15 oder 16 Uhr, dann ist im Haus bei den meisten schon bald Feierabend“, erklärt Wagner. „Wir stören dort also niemanden und das ist doch eine sehr gute Lösung.“