So soll er künftig aussehen: Die Computersimulation zeigt den Leopoldsplatz nach seiner Umgestaltung. Die Oberfläche besteht aus einem Schachbrettmuster mit Betonflächen in verschiedenen Grautönen.
So soll er künftig aussehen: Die Computersimulation zeigt den Leopoldsplatz nach seiner Umgestaltung. Die Oberfläche besteht aus einem Schachbrettmuster mit Betonflächen in verschiedenen Grautönen. | Foto: Stadt

"Leo"-Umbau in Baden-Baden

Stadt sucht in der Bauphase den Dialog

Die Stadt Baden-Baden möchte die zweijährige Umbauphase des Leopoldsplatzes mit einer offensiven Kommunikationspolitik begleiten. „Wir suchen den Dialog mit Bürgen, Geschäftsleuten und Gästen“, versicherte Rudolf Schübert, Leiter des städtischen Fachbereichs Planen und Bauen, bei einer Bürger-Information im Gemeinderatssaal.
Die Veranstaltung war der Auftakt zu einer Reihe von Projekten, die die Großbaustelle im Herzen der Stadt flankieren soll. Unter anderem stellte die Verwaltung einen Flyer vor, der zu dem Vorhaben informiert und der öffentlich ausliegen soll. Immer aktualisierte Auskünfte bietet auch die Homepage unter www.unser-leo.de.
„Wir orientieren uns am Prinzip einer offenen Baustelle“, betonte Schübert und verwies darauf, dass dort regelmäßige Führungen vorgesehen sind. Der erste Termin ist für Freitag, 7. Oktober, um 16 Uhr geplant. „Eine Baustelle mitten in der Stadt, die zwei Jahre dauert, geht alle an“, bekräftigte Oberbürgermeisterin Margret Mergen. Zur Offenheit soll auch eine Webcam beitragen, die jede Stunde ein Bild aufnimmt und die Fotos dann zu einem Film montiert, der auf www.unser-leo.de zu sehen sein wird.
Die Einzelhändler-Initiative Baden-Baden (BBI) wird sich ebenfalls mit verschiedenen Projekten einbringen. „Wir wollen, dass der ,Leo’ auch während der Bauphase lebt“, sagte Sophie Bernard von der BBI. Auf Auftrag der Einzelhändler hat die Firma RAD Entertainment ein Programm erarbeitet, um den Platz möglichst attraktiv zu halten. So ist etwa ein Video-Wettbewerb für Schulen geplant. In der Adventszeit sollen auf dem Podest über der Marmortreppe Prominente Weihnachtsmärchen lesen und BBI-Helfer richten eine Geschenke-Packstation ein. Zum Konzept gehören weiter eine Wein-Lese-Nacht mit der Sommelière Nathalie Lumpp und ein Fest mit Straßenkünstlern.
„Wir müssen aufpassen, dass diese attraktiven Angebote die Firmen nicht vom Arbeiten abhalten“, scherzte Bürgermeister Werner Hirth. Projektsteuerer Rudi Lehnert sicherte auf Nachfrage aus dem Plenum zu, dass die Stadt die beauftragten Unternehmen „stringent“ führen werde. Ziel sei es, die tägliche Arbeitszeit maximal auszuschöpfen. Als Puffer stünden auch die Samstage zur Verfügung.
Eine weitere Frage betraf den Europäischen Hof als weitere Großbaustelle in unmittelbarer Nähe des Leopoldsplatzes. Hirth betonte, alle Arbeiten seien mit der Bauleitung des Europäischen Hofs abgestimmt. Es sei sinnvoll, beide Baustellen etwa zeitgleich und nicht nacheinander abzuwickeln, um Reibungsverluste zu vermeiden.
Ein Besucher monierte, dass der „Leo“-Umbau die Hauptachse für Fußgänger zwischen dem Kurhaus und der Caracalla Therme blockiere. Hans Gützlaff, der für das Marketing verantwortlich ist, erläuterte, dass der Platz jederzeit für Fußgänger passierbar sei, auch wenn es zeitweise Einschränkungen gebe. Auch die Andienung der Baustelle sei gewährleistet. Sie soll vor allem über die Luisenstraße und nicht über den Michaelstunnel und den Augustaplatz erfolgen, erläuterte ein Vertreter des Ingenieurbüros Wald+Corbe.