Der Postplatz wirkt derzeit eher zweckmäßig als schön. Das soll sich ändern.
Der Postplatz wirkt derzeit eher zweckmäßig als schön. Das soll sich ändern. | Foto: Collet

Postplatz in Rastatt

Pläne werden konkreter

Für das Areal zwischen Schlossgalerie und Fußgängerzone Poststraße liegen modifizierte Pläne vor. Der Gemeinderat berät in seiner öffentlichen Sitzung am Montagabend ab 17.30 Uhr über den aktuellen Entwurf des Planungsbüros „stadt landschaft plus“, der in seinen Grundzügen auch schon in einer Bürgerinformation im März vorgestellt worden war.
Zum Kern der Planung gehört eine Grünfläche zwischen dem Museumstor am oberen Ende der Poststraße und dem Restaurant „Lehner’s“. Diese Fläche wird kreuzförmig von zwei Wegen durchschnitten, daran schließt sich ein großflächiger Aufenthaltsbereich für Fußgänger an. Hintergrund ist die bessere optische Anbindung der Schlossgalerie an die restliche Innenstadt.
Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, wird vom Rathaus eine Planung mit 28 Parkplätzen favorisiert. Möglich wären auch 20 oder 35 Stellplätze, wobei die Variante mit 35 Plätzen nicht empfohlen wird, da diese „mit Funktionsmängeln behaftet ist“, wie es in der Sitzungsvorlage heißt.

Das Denkmal muss vermutlich weichen

In der Vorberatung des Verwaltungsausschusses wurde angeregt, nicht nur um die Bäume Sitzmöglichkeiten zu gruppieren, sondern außerdem Bänke zu installieren. Einen Engpass gibt es noch bei Fahrradabstellplätzen. Das Denkmal auf dem Parkplatz soll nach dem Willen des Rathauses von dieser Stelle entfernt werden – eine stadtgeschichtliche Ausarbeitung wird klären, ob das Denkmal an eine andere Stelle versetzt oder endgültig demontiert werden soll. Mit dem Umbau des Postplatzes soll allerdings erst begonnen werden, wenn die obere Kaiserstraße fertig ist – also frühestens Ende 2018.
Finanziell sitzen drei Partner mit im Boot: Neben der Stadt Rastatt das Land Baden-Württemberg sowie die Firma Forum Bauträger, in deren Besitz das Gelände des ehemaligen Offizierscasinos ist. Die Umgestaltung des Platzes würde voraussichtlich 2,7 Millionen Euro kosten. Den Geländeanteilen entsprechend fielen auf die Stadt rund zwei Millionen Euro, auf das Land eine halbe Million Euro und auf die Firma Forum Bauträger knapp 200 000 Euro. Für den städtischen Anteil ist ein Zuschuss in Höhe von knapp 330 000 Euro in Aussicht im Zusammenhang mit der Erneuerung der südlichen Innenstadt, zu der auch der Umbau der oberen Kaiserstraße gehört.
Der Gemeinderat soll nach dem Willen der Verwaltung beschließen, dass als nächstes eine Vereinbarung mit den anderen beiden Partnern des Umbaus geschlossen wird.