Maik Franz
Maik Franz | Foto: Hartmann

Franz zieht EM-Bilanz

„Portugal sei es gegönnt“

„So zäh wie dieses Turnier über vier Wochen war auch das Finale. Da sprang selten ein Funken über“, schreibt Franz, der Portugal die Daumen drückte: „Auch wenn’s komisch ist, wenn eine Mannschaft in sechs ihrer sieben Spiele nach 90 Minuten mit einem Unentschieden dasteht und dann Europameister wird.“ Dennoch: „Es sei ihnen gegönnt: Zum einen, weil mich das Ronaldo-Gebashe nervt. Bei all seinem Gepose ist er einer der Kicker, derentwegen man Fußball guckt. Und alles, was er hat, hat er sich erarbeitet und nicht geschenkt bekommen. Zum anderen finde ich den Trainer Santos cool. Auch gegen Frankreich hat er mutig gewechselt und in Eder den Matchwinner gebracht.“

Warum alles in die Länge ziehen?

Der früherer KSC-Verteidiger wiederholt in seiner letzten Kolumne auch noch einmal die Kritik am neuen Format. „Unter dem Strich bleibe ich dabei:  Warum alles in die Länge ziehen? Ich hoffe, man kehrt zu 16 Teams zurück. Auch im Sinne derjenigen, die für die Unterhaltung sorgen sollen. Die haben über 70 Spiele in den Knochen. Als einer, der früher die Hälfte auf nicht vergleichbarem Niveau abgestrampelt hat, weiß ich, was das heißt.“

Jetzt heißt es auch für Franz wieder: Fokus auf die heimischen Ligen: „Dem KSC drücke ich die Daumen und wünsche ihm, dass die Transfers in der neuen Saison einschlagen.“

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