Wohnungseinbrüche in Neuenbürg nahmen von zehn (2014) auf neun im Vorjahr ab.
Wohnungseinbrüche in Neuenbürg nahmen von zehn (2014) auf neun im Vorjahr ab. | Foto: BilderBox, Wodicka

Neuenbürg: Von 244 Straftaten konnten 164 aufgeklärt werden

Quote liegt weit über dem Durchschnitt

Von Christiane Viehweg

Neuenbürg. Die Kriminal- und Unfallstatistik der Stadt sieht positiv aus, wie der Leiter des Polizeireviers Neuenbürg, Günther Haas, sowie der Leiter des Bezirksdienstes, Ralf Weißert, bei der Gemeinderatssitzung darlegten. Von insgesamt 244 Straftaten wurden 164 aufgeklärt, was 67 Prozent entspricht. Das liegt, laut Haas, deutlich über dem Landesdurchschnitt. Ebenfalls erfreulich: Kein einziger Straftäter war Asylbewerber aus Neuenbürg. Übrigens sei der Enzkreis der sicherste Kreis in ganz Baden-Württemberg, gefolgt von Calw. Baden-Württemberg ist inzwischen das sicherste Bundesland, Bayern liegt an zweiter Stelle. Neuenbürg liegt, was die Häufigkeit der Straftaten angeht, hauchdünn über dem Kreisdurchschnitt, 2014 sogar noch darunter. Haas und Weißert hatten die einzelnen Delikte anschaulich präsentiert: Straftaten mit tödlichem Ausgang gab es keine. Sexualdelikte waren es fünf (im Vorjahr vier). Sogenannte „Rohheitsdelikte“, wozu auch häusliche Gewalt gehört, waren im Vorjahr auf 37 gestiegen, 2014 waren es noch 27. Ebenfalls um zehn Fälle waren Körperverletzungen angestiegen, nämlich auf 25. Raubdelikte gab es keine.

Revierleiter Günther Haas stellte die Kriminalstatistik vor.
Revierleiter Günther Haas stellte die Kriminalstatistik vor. | Foto: vie

Deutlich zugenommen haben Autoaufbrüche, von zwei auf elf, wobei Navigationsgeräte besonders begehrt waren. Wohnungseinbrüche nahmen etwas ab, von zehn (2014) auf neun im Vorjahr. Zugenommen haben auch Betrugstaten, von 54 auf 64. Darunter fallen auch Internetbetrügereien. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gab es in Neuenbürg nicht. Es gab sieben Verkehrsunfälle im Neuenbürger Raum in geschlossenen Ortschaften mit sechs Leicht- und einem Schwerverletzten. Im Vergleichsjahr 2014 waren es nur fünf Unfälle, jedoch mit zwei Schwerverletzten. Außerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten sich zehn Unfälle mit drei Schwer- und sieben Leichtverletzten. 2014 waren es 13 Unfälle gewesen – einer davon tödlich, mit sechs Schwer- und sechs Leichtverletzten. Gute Arbeit leiste das Polizeirevier Neuenbürg, lobte Bürgermeister Horst Martin. Ein Lob, das die beiden Beamten sichtlich freute.

„Das Gymnasium ist längst keine heile Welt mehr.“

Ab dem neuen Schuljahr soll Schulsozialarbeit auch am Gymnasium stattfinden. Stadtrat und Rektor des Gymnasiums, Gerhard Brunner (UWV), stellte fest: „Das Gymnasium ist längst keine heile Welt mehr.“ Daher schlug die Verwaltung vor, einen Förderantrag beim Landratsamt Enzkreis zu stellen, 50 Prozent für die Schlossbergschule, 50 Prozent für das Gymnasium. (Unter 50 Prozent ist keine Förderung möglich.)
Stadtrat Michael Klarmann (CDU) befürchtete, dass dann die offene Jugendarbeit, die bisher mit rund 25 Prozent beteiligt war, einschlafen könnte. Dies dürfe nicht geschehen, mahnte Stadtrat Peter Kreisz (Grüne). Offene Jugendarbeit sei jetzt wichtiger als je zuvor. Bürgermeister Martin warb um Vertrauen und um den Verwaltungsvorschlag. Wie im Einzelnen später verfahren werde, liege dann bei der Stadt. Bei drei Gegenstimmen entschieden sich die Ratsmitglieder dementsprechend.