Martinsumzug
Sankt Martin hoch zu Ross: 2016 bleibt es noch beim alten Konzept. | Foto: Collet

Zentraler Sankt Martinsumzug

Rastatts OB rudert zurück

Mit Betroffenheit, Verständnis und einer Entschuldigung reagiert die Stadt Rastatt auf die scharfe Kritik, die in der Presse, in persönlichen Schreiben und in den sozialen Medien zur geplanten Absage des Martinsumzugs 2016 artikuliert wird. „Über die Vehemenz der Reaktionen aus der Bevölkerung bin ich zugegebenermaßen überrascht“, so Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch in einer ersten Reaktion.

Entscheidung war ein Fehler

Der OB weiter: „Ich hatte mich offenbar zu sehr davon leiten lassen, dass unserer internen Entscheidung Gespräche bei allen externen Kooperationspartnern vorausgegangen waren und diese Entscheidung von den Partnern mitgetragen wurde. Die jetzt geäußerte massive Kritik aus der Bevölkerung nehme ich sehr ernst. Sie veranlasst mich, ganz klar festzustellen: Unsere Verwaltungsentscheidung war offensichtlich ein Fehler, für den ich mich entschuldige.“ Noch für Dienstag sei eine Besprechung mit den Zuständigen in der Verwaltung anberaumt, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Pütsch wolle veranlassen, dass es auch in Zukunft einen zentralen Martinsumzug geben wird – ob mit einem etwas geänderten Konzept, sei noch offen. „In jedem Fall werden wir die Rastatter schnellstmöglich informieren, und wir werden außerdem versuchen, die Bevölkerung an der Entscheidung zu beteiligen“, erklärt der OB abschließend.