Schlossfestspiele Ettlingen
Sunset Boulevard: 
Premiere am 23. Juni 2016 
Foto: SFS
Schlossfestspiele Ettlingen Sunset Boulevard: Premiere am 23. Juni 2016 Foto: SFS

Landeszuschüsse für Ettlingen

Erhalten Schlossfestspiele zu wenig Geld?

Ein Interview der BNN mit Robert Mürb, dem Vorsitzenden der Landesvereinigung Baden, in dem dieser die unterschiedliche Bezuschussung der badischen Schlossfestspiele in Ettlingen und der schwäbischen Schlossfestspiele Ludwigsburg durch das Land Baden-Württemberg beklagte, veranlasste den CDU-Gemeinderatsfraktionsvorsitzenden Professor Albrecht Ditzinger zu einer Anfrage bei Oberbürgermeister Johannes Arnold. In den BNN vom Freitag hatte Mürb gesagt, es sei nicht einzusehen, dass Ludwigsburg mehr als den achtfachen Landeszuschuss im Vergleich zu Ettlingen zur Organisation seiner Festspiele erhalte. Dabei sei die Zuschaueranzahl an beiden Spielorten etwa vergleichbar.
Ditzinger bittet in seinem Brief um Prüfung dieses Sachverhalts und um Beantwortung von Fragen: 1. Sind die Angaben zutreffend? 2. Wie begründet sich der höhere Landeszuschuss für Ludwigsburg? und 3. Gibt es eine Möglichkeit, den Landeszuschuss für Ettlingen zu erhöhen? Bereits im vergangenen Jahr hatte der frühere Wahlkreisabgeordnete Werner Raab (CDU) zusammen mit seinen Abgeordnetenkollegen Bettina Meier-Augenstein, Siegfried Kößler und Heribert Rech die gleichen Fragen an Kunst- und Wissenschaftsministerin Theresa Bauer gestellt. In einer ausführlichen Begründung hatte seinerzeit die Ministerin erklären lassen: „Von einem Ungleichgewicht kann nicht gesprochen werden.“

 Kein Ungleichgewicht bei Schlossfestspielen?

Zwar lege der Begriff Schlossfestspiele eine Gleichrangigkeit nahe, tatsächlich handele es sich aber um Festivals mit unterschiedlichen künstlerischen Profilen, Zielsetzungen und Organisationsstrukturen. Die Ludwigsburger Schlossfestspiele seien bereits seit 1980 zu Internationalen Festspielen Baden-Württemberg aufgewertet und erhielten seitdem eine Förderung im Verhältnis eins zu eins (Land und Kommune übernehmen jeweils die Hälfte der Kosten). Seinerzeit hatte Raab (November 2015) an OB Johannes Arnold die Antwort aus dem Ministerium wie folgt kommentiert: „Dieser Meinung des Ministeriums kann ich mich ungeprüft nicht anschließen, denn indirekt wird die Qualität der Schlossfestspiele in Zweifel gezogen.“  Wie zu hören war, haben die beiden neu gewählten Landtagsabgeordneten Barbara Saebel (Grüne) und Christine Neumann (CDU) bereits im Juli Post von der Stadtverwaltung erhalten, mit der Bitte, sich in Stuttgart für die Erhöhung der Zuschüsse einzusetzen.