Alles Gewinner: Im Ettlinger Schloss wurden engagierte Schüler mit dem Preis der Stiftung "pro Politik" ausgezeichnet.
Alles Gewinner: Im Ettlinger Schloss wurden engagierte Schüler mit dem Preis der Stiftung "pro Politik" ausgezeichnet. | Foto: Alabiso

Engagierte Schüler

Preisträger Stiftung „Pro Politik“

 

Positiver Anlass, heitere Stimmung, eine kurzweilige Feier – das waren die Kennzeichen der Preisübergabe der Stiftung „Pro Politik“ im Ettlinger Schloss. „Pro Politik“ zeichnet seit gut 20 Jahren Schüler aus, die neben sehr guten schulischen Leistungen auch mit besonderem gesellschaftlichen Engagement auffallen. Die Stiftung wurde vom seinerzeitigen Oberbürgermeister Erwin Vetter gegründet. Ihr gehören Gemeinden vor allem aus der Südhälfte des Landkreises an. Vetters Nach-Nach-Nachfolger Johannes Arnold unterstrich in seiner Begrüßung, dass der Preis viele gesellschaftliche Bereiche umfasse und nicht eindimensional der Politik gelte.

„Pro Politik“ seit über 20 Jahren

Launig wie aus seinen Stuttgarter Ministerjahren bekannt präsentierte Walter Döring (FDP) seinen Festvortrag „Auf unterschiedlichen Wegen zum Erfolg“. Der heutige Geschäftsführer der „Akademie deutsche Weltmarktführer“ beschrieb anhand mehrerer Portraits vom „Schrauben-Würth“ bis zum Ex-Kanzler Schröder, wie man auch aus einfachen Verhältnissen zu Erfolg und Bedeutung gelangen kann. Zentrale Erkenntnis dabei: „Ohne Anstrengung kein Erfolg.“ Er schlug den Bogen zur Notwendigkeit ehrenamtlichen Engagements als dem Kitt, der eine Bürgergesellschaft zusammenhält. Dies, so Döring, sei keine neue Erkenntnis, sondern allenfalls eine, an die man ständig erinnert werden müsse. Schon im fünften Jahrhundert vor Christus habe der griechische Staatsmann Perikles gesagt, dass der, der keinen Anteil am Staat nehme, kein stiller, sondern ein schlechter Bürger sei. Auch gelte, was Gerhard Schröder gesagt habe, dass es weniger eines Mehr an staatlicher Fürsorge für den Einzelnen bedürfe, sondern eher eines Mehr an Eigenverantwortlichkeit. Walter Döring schloss mit einem Zitat des Soziologen Max Weber, wonach „protestantische Ethik der Ursprung kapitalistischen Arbeitsfleißes“ sei.

Breites Engagement

Als Stiftungsratsvorsitzender oblag es Landrat Christoph Schnaudigel, zusammen mit Geschäftsführerin Silvia Rottencker die Preise zu überreichen. Jeder Schüler wurde mit seinen Leistungen und seinem Engagement vorgestellt. Letzteres beeindruckte vor allem in seiner Vielfalt und Breite sowie durch die Zeit, die die jungen Leute dafür zu investieren bereit sind – sei es beim Organisieren eines „Schulparlaments“ oder der Entwicklung von Einnahmemöglichkeiten für die SMV . Als Preis gab es einen Buchgutschein. Zudem wurden zwei Sonderpreise „Soziales“ und „Nachhaltigkeit und Umwelt“ übergeben. Beide Gruppenpreise sind mit je 500 Euro dotiert (siehe „Stichwort“).
Gitarrenmusik steuerten Sebastian Seiler und Arin Oshadi von der Musikschule Ettlingen bei.

Preisträger

Robin Gräber (Wilhelm-Röpke-Schule, Ettlingen), Luca Knapp (Albertus-Magnus-Gymnasium Ettlingen), Luca Ruchser (Walahfrid-Strabo-Gymnasium Rheinstetten), Benjamin Sivasuntharam (Wilhelm-Lorenz-Realschule Ettlingen), Luca Nagel (Thomas Mann-Gymnasium Stutensee), Simon Seifried (Anne-Frank-Realschule Ettlingen), Niklas Jahn (Gymnasium Karlsbad), Luis Heitz (Realschule Rheinstetten), Lisa Schellhorn (Ludwig-Marum-Gymnasium Pfinztal)

Gruppenpreis „Soziales“ – KJG St. Martin Ettlingen

Gruppenpreis „Umwelt“ – Albert-Schweitzer-Schule Waldbronn