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Kripo sucht nach Schusswaffe

Remchingen: Razzia in Fitnessstudio

Großeinsatz der Polizei im Remchinger Ortsteil Nöttingen: Am Dienstagmorgen durchsuchte die Kriminalpolizei mit 20 Beamten die Räumlichkeiten eines Fitnessstudios in Nöttingen. Hintergrund der Aktion ist der Verdacht, dass ein Mann, der sich regelmäßig in dem Fitnesstreff aufhält, gegen das Gesetz gegen Doping im Sport verstoßen haben soll. Dies bestätigte Tobias Wagner von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe auf Nachfrage. Konkret suchten die Beamten nach mehreren Substanzen, darunter auch Anabolika, ein unter anderem zum Muskelaufbau eingesetzter Stoff.

Beschuldigter soll zu Totschlag angestiftet haben

Schwerer wiegen indes die Vorwürfe, der Mann, der als Trainer in dem Fitnessstudio arbeitet, habe gegen das Waffengesetz verstoßen und darüber hinaus versucht, zu einem Totschlag anzustiften. Laut Staatsanwaltschaft fanden die Beamten in Nöttingen geringe Mengen an Substanzen, bei denen es sich aber um legale Nahrungsergänzungsmittel handeln könnte. Das müsse noch geprüft werden. Zeitgleich waren weitere 21 Beamte im Einsatz und durchsuchten die Wohnung des Beschuldigten. Dort hat die Polizei geringe Mengen an Substanzen gefunden, die zu Dopingzwecken eingesetzt werden können, sagt Wagner. „Die Ermittlungen – auch im Umfeld des Beschuldigten – sind noch nicht abgeschlossen, die Substanzen müssen noch analysiert werden.“ Eine Schusswaffe konnten die Beamten weder im Fitnessstudio noch in der Wohnung sicherstellen.

Betreiber des Fitnessstudios streitet Vorwürfe ab

Die Beschuldigungen hätten sich als haltlos erwiesen, betont der Betreiber des Studios, Frank Popelka. Die Beamten hätten sich nach der fast einstündigen Durchsuchung bei ihm entschuldigt und seien wieder abgezogen. Weder der beschuldigte Trainer noch er selbst hätten etwas mit dem Verkauf von Anabolika zu tun.