Frischer Glanz: Eine Besucherin aus dem Elsass ist eine der Ersten, die in der Caracalla Therme die Badefreude in dem sanierten Becken genießt.
Frischer Glanz: Eine Besucherin aus dem Elsass ist eine der Ersten, die in der Caracalla Therme die Badefreude in dem sanierten Becken genießt. | Foto: Hecker-Stock

Caracalla Therme Baden-Baden

Marmor strahlt wieder makellos

Es ist kaum vorstellbar, was in der Caracalla Therme Baden-Baden in nur zwei Wochen an Renovierungsarbeiten über die Bühne gegangen ist. Jetzt nahm das Bad den Betrieb wieder auf, etliche Gäste nutzten die frühe Stunde, um den neuen Glanz zu begutachten. Und das ist wörtlich zu nehmen, galten die Renovierungsarbeiten doch unter anderem dem sehr pflegeaufwendigen, dafür optisch einzigartigen Marmor, der eine Besonderheit der Therme darstellt.
Da der Salzgehalt des Thermalwassers die natürliche Erosion fördert, wurden die Beckenköpfe komplett erneuert – also der Beckenrand, über den immer wieder das Wasser schwappt. Die beauftragte Firma tauschte den Marmor aus, so dass die Becken drinnen und draußen jetzt wieder in makellosem Weiß und jungfräulicher Reinheit wie vor 30 Jahren bei der Eröffnung der Therme erstrahlen.
Auch die Rampe hinab ins 34 Grad warme Nass erfuhr eine fachmännische Behandlung: Sie wurde abgestrahlt und damit ihre Farbe und insbesondere Rutschfestigkeit erneuert. Das Gleiche draußen, wo das 32 Grad warme Becken lockt und die Besucher jetzt wieder in reinweißem Marmor ihre Bahnen ziehen können.
Es sei eine Meisterleistung an Organisation und handwerklicher Präzision, was in nur 14 Tagen vollbracht wurde, zeigten sich der Betriebsleiter der Carasana Bäderbetriebe, Konrad Lansche, wie der technische Betriebsleiter der Bäder- und Kurverwaltung, Jürgen Fischer, hochzufrieden. Einhellig zollten sie Philippe Janod vom Architekturbüro Kruse riesengroßes Lob für diese „Erfolgsgeschichte jahrelanger guter Zusammenarbeit“.

Diese zwei Wochen Renovierungsarbeiten schließen auch die Damen- und Herrenduschen ein, die eine komplette Sanierung und Neugestaltung erfahren haben, sowie den vollständig erneuerten Auf- und Unterbau der auf einer Stahlkonstruktion ruhenden, von unten beheizten Holzdielen der Sauna-Landschaft am Schlossgarten.
Dabei werde es zunehmend schwieriger, an diesen speziellen, in der Caracalla Therme verwendeten Marmor zu kommen. Er stammt aus einem türkischen Steinbruch, der auf absehbare Zeit erschöpft sein wird, betonte Janod.

Freude über die neuen Duschen: Jürgen Fischer, der technische Betriebsleiter der BKV, Architekt Philippe Janod und der neue Betriebsleiter der Carasana Bäderbetriebe, Konrad Lansche (von links).
Freude über die neuen Duschen: Jürgen Fischer, der technische Betriebsleiter der BKV, Architekt Philippe Janod und der neue Betriebsleiter der Carasana Bäderbetriebe, Konrad Lansche (von links). | Foto: Hecker-Stock

Die Becken würden alle drei Monate gründlich gereinigt, im Zyklus von drei Jahren seien dann jeweils größere Renovierungen fällig. Diesmal investierten die Bäder- und Kurverwaltung sowie die Carasana Bäderbetriebe rund 2,9 Millionen Euro, davon schlagen 680000 Euro für die bereits im Vorjahr renovierte Lüftungsanlage zu Buche. Den größten Teil übernimmt das Land, rund 800000 Euro investiert die Carasana.
Die Arbeiten erfolgten in den zwei Wochen in zwei Schichten von morgens um 6 bis 22 Uhr, einschließlich den Wochenenden, an Spitzentagen waren bis zu 100 Handwerker beschäftigt. „In anderen Bädern dauert so etwas Monate“, freut sich Betriebsleiter Lansche über die hervorragende Arbeit und die „Meisterleistung des Architekten“.

Cornelia Hecker-Stock