Das KIT bestätigt Pläne über Schließungen von Service-Abteilungen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben.



Karlsruher Institut für Technologie Universität
Das KIT bestätigt Pläne über Schließungen von Service-Abteilungen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben. Karlsruher Institut für Technologie Universität | Foto: dpa

Unmut an Universität

Schließt KIT weitere Service-Abteilungen?

Auch Kfz-Werkstatt könnte zugemacht werden

Von den geplanten Umstrukturierungen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) könnten neben der Druckerei weitere Abteilungen betroffen sein. Das geht aus einem Dokument hervor, das den BNN jetzt vorliegt. Es wurde während einer Personalversammlung des KIT gezeigt. So ist geplant, den Bereich Hofdienste und Bauhof zusammenzulegen und zu reduzieren, wovon 19 Mitarbeiter betroffen sein sollen. Die Schließung der Druckerei, die laut der Folie zum 1. Januar 2018 geplant ist, soll 17 Personen betreffen. Auch die Kfz-Werkstatt würde Anfang 2018 geschlossen. Für eine mögliche Zusammenlegung der Leitstellen und der Alarmzentrale soll es noch keinen Zeitplan geben. KIT-Pressesprecherin Monika Landgraf bestätigte die Planungen, sagte aber auch: „Definitiv wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, das heißt es werden keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zuge der Umstrukturierung entlassen.“

Viele KIT-Mitarbeiter unzufrieden mit Präsidium

Am KIT gibt es Streit zwischen Präsidium und Personalrat (die BNN berichteten). Die Arbeitnehmervertretung hatte vehement dagegen protestiert, wie die Universitätsführung ihrer Meinung nach die Umstrukturierung der Dienstleistungsbereiche umsetzt. Sie wirft dem Präsidium eine „das Mitbestimmungsrecht des Personalrats verletzende Informationspolitik“ vor und hat dagegen wohl auch geklagt. Der Vorsitzende des Personalrats war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium äußerte sich mit Verweis auf die Hochschulautonomie nicht. Es handele sich um eine interne Angelegenheit des KIT. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität hatte von den Vorfällen zuvor keine Kenntnis. „Uns ist nur bekannt, dass es Umstrukturierungsprozesse gibt, nichts Konkreteres“, schreibt der AStA-Vorsitzende Johannes Dippert. „Sollte allerdings das Serviceangebot für die Studierenden unter den Umstrukturierungen leiden, erwarten wir, dass das KIT zuvor auf uns zugeht.“ Aus der Pressestelle des KIT heißt es, die geplanten neuen Strukturen sollen schlank und gleichzeitig effizient sein, um so bestmöglich Forschung, Lehre und Innovation zu unterstützen.
Allerdings erreichten die BNN Reaktionen von KIT-Mitarbeitern, die unzufrieden damit sind, wie das Präsidium mit ihnen umgehe und wie sie in Entscheidungen eingebunden würden.