Zog mehr Besucher an als 2015: Das Musical "Sunset Boulevard".
Zog mehr Besucher an als 2015: Das Musical "Sunset Boulevard". | Foto: SFS

30 000 Besucher in Ettlingen

Schlossfestspiele ziehen Bilanz

Die Schlossfestspiele Ettlingen   ziehen  Bilanz: In den  zurückliegenden achteinhalb Wochen  kamen rund 30 000 Besucher , um das Programm – teils indoor, teils im Schlosshof – zu erleben. Damit wurde eine Auslastung von 67 Prozent  erreicht. Das Musical  „Sunset Boulevard“  von Andrew Lloyd Webber wollten in 26 Vorstellungen 13 260 Gäste  sehen . Damit wurde eine Belegung von 70 Prozent erreicht. Schlechter sah es bei der Komödie „Der zerbrochne  Krug“ aus, die an 16 Abenden gut 4 500 Menschen anlockte. Das entsprach  einer 38 Prozent Auslastung.

Keine rechte Sommerstimmung

Intendant Udo Schürmer ließ bei der Präsentation  der Zahlen wissen, der launische Sommer habe seinen Beitrag dazu geleistet, dass  „keine rechte Stimmung“ aufgekommen sei. So lief das Geschäft an der  Abendkasse schlecht, außer an Tagen, an denen es wettertechnisch „wirklich stabil“ war. Einmal musste „Der zerbrochne Krug“ abgesagt, ein anderes Mal „Sunset Boulevard“ nach 45 Minuten abgebrochen werden. Den größeren Zuspruch zum Musical als 2015 führt der Intendant auf die Leistungen des Ensembles (allen voran die mit dem Kurt-Müller-Graf-Preis dekorierte  Hauptdarstellerin Betty Vermeulen), aber auch auf die  Story zurück. Zum Kinderstück „Der kleine Ritter Trenk“ merkte er an, mit 7 784 Gästen sei eine Auslastung von 87 Prozent erzielt worden; damit war das Kinderstück um gut zehn Prozent weniger nachgefragt als „Sams“ 2015. Erfreulich  gestaltet habe sich der Bereich Jugendtheater („Kreuzweise“ und „Zigeunerboxer“)  mit knapp 500 jungen Zuschauern. Die Uraufführung  „Kreuzweise“ wurde dabei von der Jury des renommmierten Mülheimer Kinder- und Jugendtheaterpreises besucht und steht in der Wertung für die nächste Preisvergabe – eine  Ehre für Ettlingen.

Kooperation mit dem „Erbprinz“ geht weiter

Bewährt hat sich die  langjährige Kooperation mti dem „Erbprinz“, der erneut  eine Mischung aus „Kulinarik und Musik“ bot, die gut 450 Menschen interessierte. Patron Bernhard Zepf kündigte an, 2017 wieder dabei sein zu wollen.  OB Johannes Arnold meinte, die Rechnung „Sommerzeit ist gleich erfolgreiche Festspielzeit“ sei 2016 nicht aufgegangen, Schürmer habe aber trotz Wetterunbill zufriedenstellende Zahlen geliefert. Positiv sei die Entwicklung beim Musical,  positiv  sei auch, dass der Finanzrahmen des Festspielsommers eingehalten wurde. Der Zuschuss liegt bei 620 000 Euro, der Gesamtetat bei 1,7 Millionen Euro. Auch erfreulich: Es kamen mit 170 000 Euro mehr Sponsorengelder herein als voriges Jahr.

Rocky Horror im nächsten Jahr

Für 2017 plant Udo Schürmer das Kult-Musical „Rocky Horror Show“ und als Komödie „Lysistrata“ von Aristophanes. Kinder dürfen sich auf „Jim Knopf“ freuen. Der Vorverkauf startet am 1. Adventswochenende.