Siefermann Freibier
Freibier in Renchen: Bernd Siefermann, hier mit MdL Willi Stächele und OB Matthias Braun (Oberkirch) nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. | Foto: Stefanie Prinz

Wahlbeteiligung 30,49 Prozent

Bernd Siefermann bleibt Bürgermeister in Renchen

Bernd Siefermann ist  für weitere acht Jahre zum Renchener Bürgermeister gewählt worden. Bei einer Wahlbeteiligung von 30,49 Prozent kam er auf einen Stimmenanteil von 99,6 Prozent (1 739 Stimmen). Vor acht Jahren hatten sich 29,88 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt. Die Auszählung hatte sich trotz der niedrigen Wahlbeteiligung geraume Zeit hingezogen, weil vergleichsweise viele Stimmzettel nicht eindeutig ausgefüllt waren. Am Ende hatten 60 der insgesamt 1806 Wähler ungültig votiert. Siefermann tritt seine dritte Amtszeit an. Der Christdemokrat war einziger Bewerber an diesem Sonntag.

Letzte Stimme um 17.53 Uhr

Es war 17.53 Uhr, als die letzte Renchenerin im Bürgersaal des Rathauses ihre Kreuz machte, dann hieß es: Uhrenvergleich. Pünktlich um 18 Uhr wurden die Urnen abgebaut, Tische gerückt und mit viel Papierrascheln die Stimmzettel gezählt. „In Erlach wurde Donald Trump gewählt“, sagte Wolfgang Bär, Vorsitzender der FWV-Fraktion im Renchener Gemeinderat. In der Grimmelshausenstadt sei man eben aktuell. „Die Stimme ist aber ungültig: Die Hausnummer fehlt.“ Nicht ganz eindeutig waren einige Vorschläge auf den abgegebenen Wahlzetteln: „Viele waren nicht nach Vorschrift ausgefüllt“, erklärte Bürgermeister-Stellvertreter Heinz Schäfer. So habe es einige Namen gegeben, die nicht eindeutig einer Person zugeordnet werden konnten, weil dabei Angaben fehlten.

Es dauerte ein wenig: Stimmenauszählung gestern in Renchen.
Es dauerte ein wenig: Stimmenauszählung gestern in Renchen. | Foto: stp

„Ich habe immer gesagt, wir wollen eine Wahlbeteiligung von 50 Plus“, sagte Schäfer, als das Ergebnis dann feststand. „Es war klar, dass wir das wir das nicht erreichen, aber wir sind froh, dass wir die 30-Prozent-Hürde geschafft haben.“

Renchener feierten mit Siefermann

Bereits gegen 18 Uhr hatten sich vor den Rathausstufen die ersten Renchener eingefunden – bis Schäfer das Ergebnis verkünden konnte, mussten sie allerdings noch Geduld mitbringen. Nach dem Spielmannszug der Feuerwehr Renchen und der Stadtkapelle stimmte dann noch der Männergesangverein Ulm ein Lied an – über das angekündigte „Bier, dass der Siefermann bezahlt“, dichteten die Sänger. Die Glückwünsche als neues und altes Renchener Oberhaupt nahm Siefermann dann zusammen mit Tochter Katharina und Sohn Julian entgegen, Ehefrau Jutta fehlte wegen Krankheit.

„Gutes Miteinander“ in der Stadt

„Wir haben uns gefragt, warum es nur einen Bewerber gibt“, sagte der wiedergewählte Bürgermeister. „Ich sage, das muss an dem guten Miteinander liegen, dass wir in der Stadt haben. Wir sind nicht immer einer Meinung, aber das ist Demokratie.“ Hier ein Video zur Bürgermeisterwahl in Renchen: