Hält den Titelkampf im Audi-Markenpokal offen: Mit einem Doppelsieg auf dem Hungaroring bei Budapest setzte der Eggensteiner Dennis Marschall vor dem Saisonfinale in zwei Wochen auf dem Hockenheimring ein Ausrufezeichen. Foto: pr
Hält den Titelkampf im Audi-Markenpokal offen: Mit einem Doppelsieg auf dem Hungaroring bei Budapest setzte der Eggensteiner Dennis Marschall vor dem Saisonfinale in zwei Wochen auf dem Hockenheimring ein Ausrufezeichen. Foto: pr

In Hockenheim der Jäger

Dennis Marschall will den Titel im Audi TT Cup

Nach dem fulminanten Auftritt von Dennis Marschall auf dem Hungaroring ist der Titelkampf im Audi Sport TT Cup vor den beiden letzten Wertungsläufen am 15. und 16. Oktober im Rahmen des DTM-Finales in Hockenheim wieder völlig offen. Auf seiner Hausstrecke hat der Eggensteiner dann gute Chancen, diese Audi-Markenpokal-Serie 2016 zu gewinnen. Genau das hatte Marschall nach Gesamtrang drei im Vorjahr für dieses Saison anvisiert.

Doppelsieg, zwei Pole-Positions, zwei schnellste Rennrunden: Der Eggensteiner Dennis Marschall (gelbes Auto) hat die Ungarn-Premiere im Audi Sport TT Cup dominiert. Foto: pr
Doppelsieg, zwei Pole-Positions, zwei schnellste Rennrunden: Der Eggensteiner Dennis Marschall (vorne) hat die Ungarn-Premiere im Audi Sport TT Cup dominiert. Foto: pr

Mit zwei astreinen Start-Ziel-Siegen, zwei Pole-Positions und zwei schnellsten Rennrunden bei der Ungarn-Premiere im Audi Sport TT Cup drückte der 19-Jährige vom MSC Weingarten dem vorletzten Rennwochenende eindrucksvoll seinen Stempel auf. „Ich habe mich hier sofort wohlgefühlt. Die Siege waren extrem wichtig für mich. Nach einer längeren Durststrecke so zurückzukommen, macht mich sehr glücklich“, sagte Dennis Marschall, der auf dem Grand-Prix-Kurs vor den Toren Budapests zum ersten Mal seit fünf Läufen wieder gewann und seine Saisonsiege drei und vier einfuhr.

Saisonfinale auf dem Hockenheimring am 15./16. Oktober: Marschall nur noch 9 Punkte hinter dem Finnen Lappalainen

Der jeweils hinter Marschall zweitplatzierte Finne Joonas Lappalainen verteidigte zwar mit 239 Punkten die zuvor auf dem Nürburgring von seinem Kontrahenten mit 17 Punkten Vorsprung übernommene Spitzenposition im Gesamtklassement. Marschall ist aber wieder bis auf neun Zähler (230) an  Lappalainen herangerückt. Bei noch zu vergebenden 50 Zählern haben der Südafrikaner Sheldon van der Linde (197) und Nicklas Nielsen (Dänemark/196) rein rechnerisch zwar auch noch Titel-Chancen, das Duo folgt aber doch schon mit gewissem Respektsabstand.

Im Titelkampf bin ich der Jäger. Aber der Doppelsieg von Budapest gibt mir Selbstvertrauen

„Joonas hat es mir nicht einfach gemacht, er saß mir das gesamte Rennwochenende im Nacken und lauerte auf Fehler. Aber das Auto war perfekt eingestellt. Danke an meine Mechaniker, sie haben einen grandiosen Job gemacht. Ich hoffe, dass es so weitergeht“, erklärte Marschall nach seien Auftritten in Ungarn und fügte hinzu: „Ich will in Hockenheim beide Rennen gewinnen. Im Titelkampf bin ich der Jäger – aber der Doppelsieg von Budapest gibt mir Selbstvertrauen.“ Außerdem weiß er: „Meine Familie und jede Menge Fans werden mich an der Strecke anfeuern. Die Unterstützung dort ist riesig.“

Mit dem Hockenheimring „noch eine Rechnung offen“

Am ersten Rennwochenende der Saison klebte Dennis Marschall auf seiner Hausstrecke das Pech am Lenkrad. Bei beiden Läufen stand er auf der ersten Startposition, in den Rennen aber war die Abstimmung des Autos nicht perfekt – und er wurde etwas auf Rang zwei beziehungsweise fünf zurückgereicht.  „Ich habe also noch eine Rechnung mit dem Hockenheimring offen – dafür bietet sich das Saisonfinale doch perfekt an“, meint Dennis Marschall mit Blick auf die Konkurrenz augenzwinkernd.

 

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