Durfte wieder jubeln: Bertram Hornung aus Stutensee sicherte sich in einem furiosen Finale den Klassensieg im Porsche Sports Cup. In der Disziplinwertung aller Starter wurde der 56-Jährige Dritter. Genau so in der Gesamtwertung von Sprint- und Langstreckenwettbewerb.
Durfte wieder jubeln: Bertram Hornung aus Stutensee sicherte sich in einem furiosen Finale den Klassensieg im Porsche Sports Cup. In der Disziplinwertung aller Starter wurde der 56-Jährige Dritter. Genau so in der Gesamtwertung von Sprint- und Langstreckenwettbewerb. | Foto: Gruppe C GmbH

Bertram Hornung Klassensieger

„Finale Furioso“ im Porsche Sports Cup

Spannend war’s. Bis zum letzten Rennen auf dem Hockenheimring. Dann hatte Bertram Hornung auch das nötige Quäntchen Glück – und profitierte vom „Abflug“ seines hartnäckigsten Kontrahenten. Der Klassen- und Meisterschaftsführende rutschte durch einen technischen Defekt von der Strecke, für Hornung war auf der Saison-Zielgeraden in letzter Sekunde der Weg zum Klassensieg im Porsche Super Sports Cup frei. In der Disziplinwertung aller Starter reichte das für Rang drei. Gefahren wurden beim Saisonstart und dem Finale in Hockenheim, auf dem Red Bull Ring (Österreich), auf dem Nürburgring, in Oschersleben und in Spa-Francorchamps (Belgien)  je zwei Sprints à 30 Minuten.

Klassensieger: Mit seinem Meisterauto von 2015, einem 997er GT wurde Bertram Hornung im Porsche Sports Cup, einem Sprintwettbewerb, 2016 Klassensieger und Gesamtdritter.
Zum Klassensieg gesprintet: Mit seinem Meisterauto von 2015, einem 997er GT, trat Bertram Hornung (vorne) im Porsche Super Sports Cup an. | Foto: Gruppe C GmbH

Bertram Hornung aus Stutensee schnell unterwegs

Und mit den Punkten aus dem  Langstreckenwettbewerb, der Porsche Sports Cup Endurance (zwei Rennen sonntags über jeweils 50 Minuten mit 15-minütiger Pause zwischen den Läufen, inklusive Pflicht-Boxenstopp und Fahrerwechsel), stand  Hornung in der Champions-Gesamtwertung (3.) ein weiteres Mal auf dem Treppchen.

Premiere: Zum ersten Mal startet Hornung in dieser Saison auf zwei unterschiedlichen Fahrzeugtypen. Beim Langstreckenwettbewerb (Porsche Sports Cup Endurance) saß er am Steuer des neuen Cayman GT 4, hier im Bild.
Premiere: Zum ersten Mal startete Hornung  mit zwei verschiedenen Fahrzeugen. Bei der Endurance saß er am Steuer eines Cayman GT 4. | Foto: Gruppe C GmbH

Zum dritten Mal in Folge unter den Top drei

„Das dritte Jahr in Folge unter den Top drei, das kann sich doch sehen lassen, oder?“, betonte der 56-jährige Baustoffhandel- und Baumarktbetreiber aus Stutensee. Es war für ihn die 15. Saison im Rundstrecken-Rennsport seit seinem Wechsel vom Rallye- ins Tourenwagencockpit. In seinen unglücklich unterlegenen Widersacher konnte sich das Motorsport-Urgestein daher nur zu gut hineinversetzen: „So was wünscht man niemanden, keine Frage“, meinte Bertram Hornung nach dem „Finale Furioso“ auf dem Hockenheimring.

„Vielleicht“, sagt Hornung, „war es aber auch so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit.“ Der Mann vom Porsche Club Baden hatte vergangene Saison mit seinem seriennahen 997er GT 3 komplett abgeräumt und mit allen fünf Titeln für ein Novum in der Rennserie gesorgt. Dass dies kaum zu toppen sein würde, war dem 2. Vorsitzenden des MSC Weingarten (ist der Ausrichter des Porsche Sports Cup) klar. Doch zwei Umstände vereitelten im Endeffekt mit dem Meisterfahrzeug von 2015 eine noch bessere 2016er Bilanz: „Meine Klasse war mit weniger Startern besetzt als vergangenes Jahr. Beim Punkteschlüssel spielt das eine wesentliche Rolle“, verdeutlicht Hornung. „Außerdem wurde ich gleich beim Auftakt in Hockenheim abgeschossen. Den dadurch eingebüßten Zählern bin ich die ganze Saison hinterhergefahren.“

Der Teamgeist wird bei uns gelebt

Nicht zu vergessen: Das Team „H.M.S.“ musste wieder neu zusammengestellt werden. So hatte die bewährte Hornung-Truppe mit den „Meisterschraubern“ Aaron Mack und Wolfgang „Wolle“ Schönberger zur Saison 2016 an das „CarTech“-Team aus München „angedockt.“ Hornung: „ Alle, die im Hintergrund stehen, haben wieder tolle Arbeit geleistet. Der Teamgeist wird bei uns gelebt.“

Sprintwettbewerb mit einem 997er, Langstrecke mit dem Cayman

Einen Gesamtsieg durften die CarTech-Männer auch feiern. Den in der Endurance, der somit nach 2015 (Bertram Hornung/Lukas Schreier) im Team blieb. Hornung indes hatte sich wieder mit einem aufstrebenden Nachwuchsfahrer zusammengetan. Der 56-jährige Routinier bestritt mit Max Kottmayr (19) die Langstreckenrennen. Der junge Bayer brachte bereits Rennerfahrung vom Langstreckensport auf der Nürburgring-Nordschleife mit. Als Einsatzwagen diente hier der neue Porsche Cayman GT 4 Clubsport. Der Balanceakt zwischen den beiden Typen sei anspruchsvoll, erklärt Bertram Hornung: „Da stecken zwei unterschiedliche Fahrzeugkonzepte dahinter. Der Cayman ist leistungsschwächer und langsamer als der 997er. Das gilt es zum Beispiel bei den Bremspunkten zu bedenken. Das ist schon eine Herausforderung.“

Im Januar erstmals bei den 24 Stunden von Dubai

Apropos Herausforderung: Eine solche wartet auf Bertram Hornung gleich zu Beginn 2017. Am 13./14. Januar startet er mit drei Teamkollegen aus dem Porsche-Cup auf einem GT4  bei den 24-Stunden von Dubai. Das Langstreckenrennen auf dem 5,39 Kilometer langen Kurs im Dubai Autodrome wird seit 2006 ausgetragen. Es lockt regelmäßig auch namhafte Fahrer an. Premierensieger im Jahr 2006 waren übrigens Hans-Joachim Stuck, Dieter Quester, Philipp Peter und Toto Wolff auf einem BMW M3.

Der Freizeit-Motorsportler freut sich auf den Wüstentrip

„Als Fahrinstruktor war ich schon mal auf der Strecke. Rennen gefahren bin ich in Dubai noch nicht“, sagt Bertram Hornung.  „Das wird gleich ein Highlight“, freut sich der passionierte Freizeit-Motorsportler auf den Wüstentrip.

 

Das könnte Sie auch interessieren: