Blaulicht
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Leichenfunde im Murgtal

Ehedrama: Spaziergänger finden Toten unter Brücke

Mann tötete vermutlich Ehefrau und dann sich selbst

Doppelter Leichenfund im Murgtal, ein Ehedrama könnte nach BNN-Informationen die Ursache sein: Am Mittwochvormittag stoßen Spaziergänger auf eine männliche Leiche unter der Murgbrücke am Bahnhof Forbach.
Wahrscheinlich hatte sich der Mann dort von der Brücke in die Tiefe gestürzt. Wenig später wird die Ehefrau des Toten in der gemeinsamen Wohnung in Gaggenau tot aufgefunden.
Mit weiteren Aussagen hielten sich das Polizeipräsidium Offenburg und die Staatsanwaltschaft Baden-Baden bisher unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zurück. Die Staatsanwaltschaft hat eine gerichtsmedizinische Untersuchung der beiden Leichen angeordnet.

Fand Polizei einen Abschiedsbrief?

Nach BNN-Informationen sind beide Eheleute um die 40 Jahre alt, sie sollen allein in der Wohnung in der Gaggenauer Innenstadt gelebt haben. Möglicherweise hat die Kriminalpolizei bei der Leiche des Mannes einen Hinweis, vielleicht einen Abschiedsbrief, gefunden – Tatsache ist, dass die Polizei um die Mittagszeit die Freiwillige Feuerwehr Gaggenau um Amtshilfe für eine Türöffnung bittet und die Beamten der Kriminaltechnik gleich mit dabei hat. Dort stoßen sie auf die Leiche der Ehefrau.
Hat der Mann seine Frau ermordet und sich danach von der Brücke gestürzt? Zu Spekulationen will die Polizei nicht Stellung nehmen, weitere belastbare Aussagen erhofft sie sich von der Untersuchung der Leichen in der Rechtsmedizin.

Familiendramen erschüttern im Südwesten

In den vergangenen Wochen hat es im Südwesten mehrere erschütternde Familiendramen und Beziehungstaten gegeben. In Ravensburg steht ein 45-Jähriger nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Verdacht, seine Ehefrau getötet zu haben. Die getrennt von ihm lebende 43-Jährige sei am 9. Juli gestorben, sagte eine Sprecherin der Behörde am Montag. Nur eine Woche zuvor – am 1. Juli – hatte eine weitere Familientragödie mit drei Toten die Stadt Ravensburg erschüttert. Ein 53-Jähriger soll im Ortsteil Untereschach seine Ehefrau und die beiden 14 und 18 Jahre alten Stieftöchter mit einem Beil und einem Messer umgebracht haben. Nur die fünf Jahre alte gemeinsame Tochter des Paares überlebte die Tat.

Darüber hat die Polizei nach dem gewaltsamen Tod einer 48-jährigen Frau in St. Georgen im Schwarzwald  erst am Dienstag einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handele sich um den 59 Jahre alten, Ex-Ehemann des Opfers. Der Mann sei dringend tatverdächtig. Er sei in seiner Wohnung in Villingen-Schwenningen festgenommen worden. Zuvor habe er sich selbst eine Stichverletzung zugefügt und sich schwer verletzt.