Jordi Figueras ist als Neuzugang beim Karlsruher SC eingetroffen
Jordi Figueras ist als Neuzugang beim Karlsruher SC eingetroffen | Foto: mia

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Figueras – da war doch was

Jordi Figueras? Ist nun also der Innenverteidiger, den der Karlsruher SC als Verstärkung eine Weile schon suchte und im ablösefrei von Eskisehirspor aus der türkischen Süper Lig gekommenen Spanier fand. Der 29-Jährige unterschrieb beim Fußball-Zweitligisten einen Vertrag mit Laufdauer bis 30. Juni 2018 und nahm am Donnerstag bereits an beiden Platzeinheiten des Cheftrainers Tomas Oral im Wildpark teil.
Jordi Figueras? War da nicht was? In der Tat: Der Name des 1,85 Meter großen Katalonen verbreitete sich 2015 im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren, das die Staatsanwaltschaft Pamplona im März eingeleitet hatte, über Spaniens Fußball-Grenzen hinaus. Vorgeworfen wurde dem seinerzeit für Betis Sevilla spielenden Figueras sowie drei weiteren Profis die Beteiligung an Spielmanipulationen während der Saison 2013/2014. Vor Gericht gab Figueras im November 2015 an, ein reines Gewissen zu haben – weiter ließ er sich nicht ein. Wie der Sachstand ist, ob die Anklage fallen gelassen wurde oder das zuständige Gericht festhielt, dass Figueras zu Unrecht ins Zwielicht geraten war, war bei KSC-Clubchef Ingo Wellenreuther am Donnerstagabend so unbekannt wie da noch der Sachverhalt für sich. „Wir wissen davon nichts, werden das aber selbstverständlich zeitnah aufklären. Mich verwundert, dass trotz der langen Zeit, die schon vergangen ist, hierzulande nichts über einen Abschluss der gerichtlichen Verfahrens bekannt geworden ist. Grundsätzlich gilt für uns die Unschuldsvermutung“, reagierte Wellenreuther auf die Neuigkeit.

Erster Kontakt vor zwei Wochen

Figueras berichtete nach seinem ersten Training in Karlsruhe, dass der KSC vor zwei Wochen Kontakt zu seinem Berater aufgenommen habe. Der habe ihm zum Wechsel in Deutschlands Zweite Liga geraten. „Natürlich habe ich ,ja‘ gesagt. Die Bundesliga ist eine der besten Ligen der Welt und auch die Zweite ist eine Top-Liga. Es ist neue Chance für mich“, meinte Figueras, dessen Profikarriere auch ohne die Konflikte mit der Justiz bewegt genug erscheint: Angefangen hatte er in der Jugend von Real Madrid, danach erlebte er drei Spielzeiten bei Celta Vigo. Schließlich, 2010, der Wechsel zu Rubin Kasan, wobei er die komplette Vertragszeit von den Russen an Real Valladolid und dann an Rayo Vallecano ausgeliehen war. Es folgten Jahre beim FC Brügge, eine neuerliche Leihe nach Vallecano, drei Jahre bei Betis Sevilla. Die Spanier gaben ihn für das letzte halbe Vertragsjahr an die Türken ab.

(Den kompletten Beitrag sowie ein Porträt in der Reihe „Neu beim KSC“, diesmal David Kinsombi, lesen Sie in der Print-Ausgabe am Freitag)