Jahres-Pressekonferenz des KSC bei der Firma Klaiber in Forst: Pressesprecher Jörg Bock, Kapitän Dirk Orlishausen, Präsident Ingo Wellenreuther und Cheftrainer Tomas Oral und Hauptsponsor Ralf Klaiber.
Jahres-Pressekonferenz des KSC bei der Firma Klaiber in Forst: Pressesprecher Jörg Bock, Kapitän Dirk Orlishausen, Präsident Ingo Wellenreuther und Cheftrainer Tomas Oral und Hauptsponsor Ralf Klaiber. | Foto: mia

Jahres-Pressekonferenz des KSC

Cut der guten Hoffnung

Ralf Klaiber, der Chef des Hauptsponsors persönlich, führte dem Mannschaftskapitän Dirk Orlishausen noch rasch eine Markise in seinem Showroom vor. Zeit war ja noch, denn der Letzte, den der Karlsruher SC zur Jahres-Pressekonferenz in Forst erwartete, traf erst mit einiger Verspätung ein. Trainer Tomas Oral entschuldigte sich dafür: „Zum ersten Mal habe ich eine PK außerhalb des Vereinsgeländes, und zum ersten Mal in meiner Karriere verspäte ich mich“, bedauerte er, nachdem er auf dem Podium Platz genommen hatte – zwischen Gastgeber Klaiber und dem Clubchef Ingo Wellenreuther zu seiner rechten.

Wellenreuther bemühte Hermann Hesse eröffnet: „Jedem Neuanfang liegt ein Zauber inne“, zitierte er aus den „Stufen“ des Lyrikers. Wie und mit welcher Wirkung sich dieser Zauber entfalten kann, der sich aus dem größeren Umbruch im Kader des Fußball-Zweitligisten und dem Trainerwechsel von Markus Kauczinski zu Oral bestenfalls ableitet, war vier Tage vor dem Saisonauftaktspiel des KSC am Sonntag bei Arminia Bielefeld freilich nicht zu sagen – nur Hoffnungen, die gab`s reichlich. Dass die Zahl der verkauften Dauerkarten von derzeit 7100 (Vorjahr zur selben Zeit: 7800) noch steigen möge. Dass sich der nicht näher mit Zahlen unterfütterte positive Trend bei der Sponsorengewinnung fortsetze. Und in diesem Kontext erwähnte Wellenreuther freilich auch den angestrebten Stadionbau, bei dem noch nicht alles entschieden sei, „auch wenn ein solcher Eindruck vielleicht nicht ganz richtig verbreitet wurde“, sagte er.

 

Aus Erfahrung werde der KSC, dessen Lizenzspieleretat für die neue Saison laut Wellenreuther auf etwa 9,5 Millionen Euro angewachsen ist, diesmal keinen Tabellenplatz als Saisonziel ausgeben, merkte der KSC-Präsident an, der den urlaubenden Sportdirektor Jens Todt entschuldigen musste und sich während der Fragestunde dann doch noch einmal auf ihn angesprochen sah. Wie er es sehe, dass Todt wie auch Oral um das in Spanien laufende Verfahren gegen den Innenverteidiger Jordi Figueras wegen angeblicher Spielmanipulationen vor dessen Verpflichtung gewusst hatten, sein Präsidium indes aber dahingehend von der sportlichen Leitung im Dunkeln gelassen wurde? „Tja, was machen wir jetzt? Das war vielleicht nicht ganz geschickt, das ist sicher. Wir müssen jetzt einfach abwarten, was bei dem Gerichtsverfahren herauskommt, und hoffen, dass sich die Vorwürfe gegen den Spieler nicht bestätigen. Für uns gilt die Unschuldsvermutung“, antwortete Wellenreuther. Hoffen musste er am Mittwochnachmittag auch noch auf ein KSC-freundliches Arbeitstempo der Ausländerbehörde, die dem brasilianischen Mittelfeldspieler Yann Rolim noch die Arbeitserlaubnis erteilen muss.

Stadion oder angebliche Spielmanipulationen im Vorleben eines neuen Mitspielers? In der Kabine „keine Themen“, die erörtert würden, behauptete der Torwart Orlishausen, der sich bei Oral bedankte, in seine fünfte Saison als Kapitän gehen zu dürfen – auch wenn er damit rechnen muss, dies als Nummer zwei hinter René Vollath zu tun. „Bevor ich meine Nummer eins benenne, will ich erst mit den betroffenen Spielern reden“, blieb Oral Verbindlicheres weiter schuldig, was auch die Frage nach der Ausrichtung seiner Startelf in Bielefeld betraf, die mit den Neuzugängen Franck Kom und Moritz Stoppelkamp zu erwarten sein wird. 4-2-3-1. 4-4-2, 4-1-4-1? „Alles möglich“, sagte Oral.

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