Tomas Oral, neuer Cheftrainer des Karlsruher SC
Tomas Oral, neuer Cheftrainer des Karlsruher SC | Foto: dpa

KSC im Lauftrainingslager

Durchschnaufen auf dem Schliffkopf

Der Anlass, fraglos bei Fußballern nicht populär, hält, was er versprach: „Es ist hart, aber das wussten wir“, sagte beispielsweise der Mittelfeldspieler Grischa Prömel, der am Donnerstagnachmittag froh war, etwas durchzuschnaufen. Am drittletzten Tag ihres bis Samstag vorgesehenen Aufenthalts im Lauftrainingslager auf dem Schliffkopf gönnte Tomas Oral, der neue Cheftrainer des Karlsruher SC, den Profis etwas Zeit zum Durchschnaufen. Einige saunierten in Hotel, andere schauten bei den Physiotherapeuten zur Pflege vorbei. Wieder hatte die Wecker auf den Zimmern am Morgen in aller Herrgottsfrühe geklingelt, denn um 7 Uhr waren sie vom Trainerteam zu einem 45-minütigen Lauf erwartet worden. Frühstück und ein Ausflug in die Hotelgarage, dieser Tage zum Kraft- und Gymnastikraum für die sportiven Gäste umfunktioniert, schlossen sich an. Oral hat inzwischen mit dem einen oder anderen Spieler Einzelgespräche geführt. In den Pausen blieb Zeit dafür. Der Fußballlehrer weiß, dass die Fußballer begonnen haben, die Tage zu zählen, die sie in der Abgeschiedenheit auf dem Schliffkopf noch zuzubringen und zu schuften haben. „Das ist ja auch psychologisch von Vorteil, denn sie wissen, dass sie danach noch mal acht Tage in Urlaub wegfahren können“, sagt Oral, der das vorangeschaltete Trainingslager zur Grundlagenausdauer auch für „wichtig“ hält, „weil man auch gegenseitig Vertrauen aufbauen kann“.
Den Donnerstagabend verbrachte das Trainerteam mit der Mannschaft auf der Kniebishütte, wo man gemeinsam speiste und anschließend das EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Polen schaute. Zum designierten Zugang Patrick Kom wollte sich Oral noch nicht äußern. „Das mache ich erst, wenn die Tinte trocken ist“, sagte er.