Sven Beck (links) und Sven Braun pfeifen in der Dritten Liga.
Sven Beck (links) und Sven Braun pfeifen in der Dritten Liga. | Foto: Steuerer

Erfolgreiches Sandweierer Duo

Handball-Schiedsrichter mit Perspektiven

Beim TV Sandweier spielten Sven Beck und Sven Braun zusammen Handball – und das mit Erfolg. Im TVS-Team, das 2010/11 Südbadenliga-Meister wurde, waren sie Leistungsträger. Beck im Tor, Linkshänder Braun auf Rechtsaußen. Anschließend waren sie maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Sandweierer in der Baden-Württemberg-Oberliga halten konnten. Ihren Verein vertreten die beiden 29-Jährigen zwar immer noch, allerdings nicht mehr als Spieler, sondern als Schiedsrichter.
Mittlerweile ist das Gespann Beck/Braun in der Dritten Liga angekommen. In der vergangenen Saison gehörten sie noch dem sogenannten „Anschlusskader“ an, ab 2016/17 zählen sie zum „Stammkader“, was gute Perspektiven eröffnet. Zur Einordnung: In Südbaden pfeifen nur die Bundesliga-Schiedsrichter Fabian Baumgart/Sascha Wild höher.
Während das Duo aus Altenheim und Elgersweier bundesweit sowie international im Einsatz ist, agieren Beck/Braun vornehmlich im südlichen Teil der Republik. Sporthallen in Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und im Saarland sind die Anlaufstationen. Was wiederum zeigt, dass auch der Aufwand in der Dritten Liga immens ist. „In der vergangenen Runde haben wir um die 30 Drittligaspiele gepfiffen, da ist jedes Wochenende verplant“, sagt Sven Braun. „Das funktioniert nur, wenn zu Hause der Partner mitspielt“, fügt er an. Dass Sven Beck und Sven Braun dicke Freunde sind, erleichtert die Angelegenheit.

Die Chemie untereinander muss stimmen

„Die Chemie untereinander muss stimmen. Man muss sich blind verstehen“, verdeutlicht Sven Beck. Dass beide als Spieler selbst höherklassig unterwegs waren, kommt ihnen heute zugute. „Zum einen zehrt man von der im Training erarbeiteten Substanz, zum anderen ist es natürlich kein Schaden, wenn man über ein gewisses Spielverständnis verfügt“, sagt Sven Braun.
Er nennt einen weiteren Aspekt, der aus der Zeit als Spieler ins Schiedsrichterfach mitgenommen wurde: „Wir sind Sportler, sind ehrgeizig und wollen immer das Bestmögliche erreichen.“ Will heißen: Der Aufstieg in die Zweite Bundesliga ist kein Tabuthema. Braun: „Wenn es passt und es sich beruflich vereinbaren lässt, würden wir auch hochgehen.“
Beiden ist freilich klar, dass sie sich zunächst in der Dritten Liga bewähren müssen – eine Herausforderung, der sich Sven Beck und Sven Braun gerne stellen.