Dimitri Paye
Dimitri Paye | Foto: dpa

KSC testet gegen West Ham

Rendez-vous mit Payet?

In vier Wochen wird den Fußballprofis des Karlsruher SC die längere Bus-Tour durch die Steiermark vielleicht ganz gelegen kommen. Die Strecke von Schladming nach Karpfenberg, etwa 160 Kilometer vom WM-Skiort entfernt, verspricht reizvolle Ausblicke und am Ziel eine nette Abwechslung nach dann einer Woche im Trainingslager (ab 16. Juli) mit ihrem neuen Chefansager Tomas Oral: Und Franck Kom, der Zugang fürs Grobe im defensiven KSC-Mittelfeld, könnte dann im Franz-Fekete-Stadion rascher als gedacht Dimitri Payet wiedersehen.
Am 30. Mai war der kamerunische Nationalspieler auf den Shootingstar dieser EM in einem Testspiel gegen die Franzosen getroffen, das Payet mit seinem Tor zum 3:2 entschied. Am 23. Juli um 17 Uhr wird Kom mit Payet als Urlaubsrückkehrer im Trikot von West Ham United zu rechnen haben – so die Engländer den Avancen namhafter Vereine aus Europa widerstehen. Die Agentur Match IQ und der KSC haben den Termin der Vorbereitungspartie zwischen dem badischen Zweitligisten und West Ham, in der abgelaufenen Spielzeit Tabellensiebter der Premier League, nun bestätigt. Für die Spieler in Orals Kader wird das Treffen fraglos ein Highlight ihrer Vorbereitung sein. Ganz gleich, ob Payet schon oder noch dabei sein wird. Der Trainer der Mannschaft aus Londons East End ist seinerseits ein Prominenter, zumal beim KSC: Der Kroate Slaven Bilic, zwischen 1993 und 1996 Profi im Wildpark, hat bei den „Irons“ das sportliche Sagen. Für sie hatte er vor 20 Jahren als Spieler den KSC verlassen.

Trainingsstart am Montag

Bis Karpfenberg und Payet ist es allerdings noch eine Weile hin: Kurz vor dem Urlaubsende der KSC-Profis am Montag – der Beginn ihres ersten Platztrainings im Wildpark stand am Donnerstagabend nicht fest – dauern die Personalplanungen an. Fieberhaft laufen die Verhandlungen des Sportchefs Jens Todt mit Kandidaten für die Innenverteidigung. Laut schwedischen Medienberichten hat der KSC auch mit Rasmus Bengtsson (29), dem ehemaligen Nationalspieler von Malmö IF, gesprochen. Wie konkret, ist unklar, doch legte diese Personalie den Schluss nahe, dass der Verein, der sich die Verpflichtung Koms von Étolie du Sahel 600 000 Euro Ablöse kosten ließ, auch für einen Verteidiger eine Investition nicht scheut