Für das Wirtschaftswunder angemeldet hat sich auch Jürgen Müller (rechts) mit seiner BMW Baujahr 1956, um den sich WSP-Praktikantin Jennifer Schmidt, Rüdiger Fricke und Horst Lenk (von links) gruppieren.
Für das Wirtschaftswunder angemeldet hat sich auch Jürgen Müller (rechts) mit seiner BMW Baujahr 1956, um den sich WSP-Praktikantin Jennifer Schmidt, Rüdiger Fricke und Horst Lenk (von links) gruppieren. | Foto: Roth

"Wirtschaftswunder" am Sonntag

Stadt lädt zum Bummeln ein

Mit dem „Wirtschaftswunder“ hat man für Pforzheim bei der WSP Citymarketing ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Citymanager Rüdiger Fricke spricht angesichts des 14. Mals am kommenden Sonntag von einer „Marke“. Und die soll nicht nur die Zeit des florierenden Aufbruchs mit Oldtimern, Petticoats und Rockabillys auf der Bühne wieder aufleben lassen, sondern auch in den Kassen der Gastronomie und des Einzelhandels ihrem Namen alle Ehre machen.

Handel will sich „mit Leistungen positionieren“

„Der Handel freut sich schon darauf, sich mit seinen Leistungen positionieren zu können“, sagt Horst Lenk, Vizepräsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels. Und wenn es nach ihm geht, braucht das Thermometer auch nicht weiter nach oben zu klettern, denn die hohen Temperaturen, die auch die neue Herbstware begrüßte, brachte zugleich eine monetäre Trockenperiode mit sich. Und schließlich könne man sich – so verweist Lenk auf den verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr, der allerdings am Sedansplatz aufhört – in den „schönen, kuschligen“ Läden bei Kaffee, Kuchen, Sekt und Sonderaktionen aufwärmen.

Bis zu 40000 Menschen erwartet

Es gebe viel zu tun, um das Geschäft in Pforzheim „am Laufen“ zu halten. Wobei Lenk sich sicher ist, dass man an diesem Wirtschaftswunder-Tag dem Online-Handel Paroli bieten könne. Das habe die Vergangenheit gezeigt – mit vielen Gästen, auch aus dem näheren und weiteren Umland.
30 000 bis 40 000 Menschen sind es laut WSP-Citymanager Rüdiger Fricke beim vergangenen Wirtschaftswunder gewesen. Die kommen natürlich nicht nur, weil die Geschäfte offen sind, sondern auch, weil ein Gesamtpaket geboten wird. Und weil in der Stadt auf drei Bühnen gerockt wird, dass die Haar-Tollen fliegen. Apropos: Die Band „Wirtschaftswunder“ wird von 15 bis 17 Uhr vor dem VolksbankHaus spielen und bewusst „extrovertiert“ und „schmalzig gestylt“ auftreten.

„Die kleinen Italiener“ und die „Badehose“

„Die kleinen Italiener“ und die „Badehose“ haben sie schlagermäßig auch im Gepäck. Der Gepäckbus auf dem Leopoldplatz nimmt zudem kostenlos die Einkäufe auf und bunkert sie, so lange gebummelt wird. Das wird auch der einzige Bus sein, den man in der Innenstadt zu Gesicht bekommt. Der Verkehr wird umgeleitet. Wer mit dem Auto kommt, kann in den Parkhäusern vergünstigt parken. Und dann kann es los gehen. Vorbei an dem „Schneewittchensarg“, am „Leukoplastbomber“, den VW Käfern und alten Motorrädern – denn das ohnehin durch viele Clubs und deren Kleidung bunte Bild wird durch eine Oldtimerschau noch komplettiert. Um 12 Uhr geht es los. Die offizielle Eröffnung am Leopoldplatz mit Oberbürgermeister Gert Hager, Einzelhandels-Vizepräsident Horst Lenk und WSP-Citymanager Rüdiger Fricke beginnt um 13 Uhr. Und dann ist nur noch zu hoffen, dass der übergroße Goldstadtbär „Goldi“ noch durchkommt.  Susanne Roth

Weitere Informationen zum Wirtschaftswunder gibt es auf der Internetseite der WSP unter www.ws-pforzheim.de.