Der Supermond über dem Karlsruher Ortsteil Neureut. Gegen 18 Uhr gelang unserem Fotografen dieses Foto vom Verlagshaus aus.
Der Supermond über dem Karlsruher Ortsteil Neureut. Gegen 18 Uhr gelang unserem Fotografen dieses Foto vom Verlagshaus aus. | Foto: Hildenbrand

Erdtrabant rückt ganz nahe

Supermond teilweise sichtbar

Der Supermond ist doch teilweise sichtbar: Entgegen der Vorhersagen der Meteorologen tauchte der übergroße Erdtrabant kurz vor 18 Uhr über dem Karlsruher Abendhimmel auf. Vom Turmberg aus war er dagegen wegen dichten Nebels nicht sichtbar. Auch an vielen anderen Orten in Deutschland verdeckten dichte Wolkenfelder den Blick. Relativ unproblematisch konnten nur die Menschen in Brandenburg, Sachsen und der Osthälfte Bayerns den ungewöhnlich großen Vollmond beobachten.

Seit 1912 war der Mond der Erde nicht mehr so nah.
Seit 1912 war der Mond der Erde nicht mehr so nah. | Foto: dpa

«Das ist genau die Nacht, in der von Westen her die Wolken hereinrauschen», hatte am Vormittag ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach gesagt.

Zudem könne sich in der kalten Nacht in vielen Regionen Nebel bilden, der den Blick auf das Himmelsspektakel ebenfalls trübe. Wer den Erdtrabanten am Abend betrachten möchte, muss sich auf alle Fälle warm anziehen: Die Temperaturen sinken auf Werte bis zu minus 9 Grad. Nur im Nordwesten bleibt es mit vier bis Null Grad frostfrei – dort ist der Himmel aber wolkenverhangen.

In Australien war der Supermond bereits Stunden früher aufgegangen. In Baden-Württemberg erschwerten Wolen den Blick auf den Erdtrabanten.
In Australien war der Supermond bereits Stunden früher aufgegangen. In Baden-Württemberg erschwerten Wolken den Blick auf den Erdtrabanten. | Foto: dpa

Die Vollmondphase begann exakt um 14.52 Uhr. Nur drei Stunden zuvor kam der Mond mit nur 356.509 Kilometern Distanz in extreme Erdnähe. Noch näher war er am 4. Januar 1912, als er bis auf 356.375 Kilometer an die Erde herankam.