Dieses Wrack konnte der Tesla-Fahrer noch eigenständig verlassen. Für Tesla-Chef Elon Musk Grund zu Freude, wie er twittert.
Dieses Wrack konnte der Tesla-Fahrer noch eigenständig verlassen. Für Tesla-Chef Elon Musk Grund zu Freude, wie er twittert. | Foto: Feuerwehr Bruchsal

Weltweiter Wirbel um E-Flitzer

Tesla-Chef Musk wirbt mit Bruchsaler Unfall

Elon Musk lächelt: Der Chef von Tesla kommentiert auf Twitter den schweren Unfall, bei dem eine seiner Luxuslimousinen bei Bruchsal in eine Baustellenabsperrung gerast ist. Musk hat offenbar Grund zur Freude: Der 56-jährige Unfallfahrer ist aus dem völlig zerstörten Wrack immerhin noch eigenständig ausgestiegen. „Model S smashes into semi truck trailer and lifts it off the ground. Driver walks away“, so twittert der Tesla-Boss über den Bruchsaler Crash. „Das Model S schlägt in einen Lkw-Anhänger ein und hebt ihn vom Boden ab. Fahrer steigt selbständig aus“. Daneben spektakuläre Fotos der Feuerwehr Bruchsal, die zeigen, dass die Luxussportlimousine auf der A5 offenbar mit enormer Geschwindigkeit in die Absperrung gekracht sein muss.

Elon Musk twittert über Bruchsal: Dass ein Autofahrer lebendig aus einem völlig zerstörten Tesla aussteigen konnte, freut den umtriebigen Manager
Elon Musk twittert über Bruchsal: Dass ein Autofahrer lebendig aus einem völlig zerstörten Tesla aussteigen konnte, freut den umtriebigen Manager. | Foto: dpa

Musk bezieht sich auf einen Artikel aus dem Online-Magazin „electrec“. Das wiederum hat seine Informationen aus der Bruchsaler Rundschau und ihrem Online-Auftritt. Electrec ist ein englischsprachiges Online-Portal, das sich auf Nachrichten aus dem Bereich E-Mobilität und Energiewende spezialisiert hat.
Elon Musk und electrec jedenfalls sehen in dem Bruchsaler Unfall den erneuten Beweis, dass die Karosserie des S-Modells und insbesondere der Dachaufbau so stabil sind, dass selbst so ein verheerender Unfall den Insassen wenig anhaben kann.

So twitschert Elon Musk über den Unfall auf der Autobahn bei Bruchsal.
So twitschert Elon Musk über den Unfall auf der Autobahn bei Bruchsal. | Foto: BNN

Unfallfahrer wurde schwer verletzt

In sozialen Medien war gerade erst diese Woche die Stabilität des Sportwagens Thema. Vor drei Jahren hat das Modell bei einem Crash-Test angeblich die Testmaschine zerstört, so massiv war die Dachkonstruktion.
Der Bruchsaler Unfallfahrer wurde immerhin so schwer verletzt, dass er stationär in eine Klinik gebracht werden musste, die er gestern noch nicht wieder verlassen hatte, so die Info der Polizei. Ein Rettungshubschrauber allerdings, der zum Unfallort flog, konnte wieder abdrehen. Der Tesla-Besitzer schwebte wohl zu keiner Zeit in Lebensgefahr.

Völlig zerstört wurde dieser elektrobetriebene Tesla bei einem Unfall am Dienstagvormittag auf der A 5.
Völlig zerstört wurde dieser elektrobetriebene Tesla bei einem Unfall am Dienstagvormittag auf der A 5. | Foto: em

Tesla macht Negativ-Schlagzeilen

Zuletzt allerdings machte Tesla eher negative Schlagzeilen: Ein Mann starb in den USA am Steuer eines S-Modells, das von einem Autopiloten gesteuert wurde. Im September war ein S-Modell in Schleswig-Holstein unterwegs, das ebenfalls von einem Fahrassistenten gesteuert wurde und daraufhin mit einem Bus kollidierte.

Tesla-Gemeinschaft feiert den glimpflichen Ausgang

Auch die internationale Tesla-Fangemeinde feiert den glimpflichen Ausgang des Bruchsaler Unfalls vom Dienstag. Tausende teilten Musks Tweet und reagierten innerhalb weniger Stunden zuhauf auf die Nachricht. Auch manch hämische Kommentare hat sich der legendäre Tesla-Chef eingeholt. Vor allem Fragen nach einem möglicherweise eingeschalteten Autopiloten werden gestellt.
„Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass das Auto per Autopilot gesteuert wurde“, erklärt Polizeisprecherin Sabine Doll auf Nachfrage der Rundschau. „Der hat wohl einfach nicht richtig aufgepasst“, beschreibt sie die wahrscheinliche Ursache, warum der Bruchsaler seinen E-Flitzer direkt in die Baustellenabsperrung steuerte. Straßenarbeiter waren gerade dabei, die Baustelle neu einzurichten. Ihnen sei kein Vorwurf zu machen, hieß es. Für die Einsatzkräfte, so beschreibt es Feuerwehrsprecher Tibor Czemmel sind Einsätze mit E-Autos durchaus heikel. Noch am Unfallort habe man mit der Tesla-Hotline telefoniert. Gefährlich kann es vor allem werden, wenn strombetriebene Autos in Brand geraten oder mit Wasser in Kontakt kommen.

 

So berichteten die BNN über den schweren Crash:

Tesla
Brad Pitt hat einen, Matt Damon fährt ihn und Cameron Diaz wurde auch bereits in einem gesichtet: Die E-Autos der US-Marke Tesla sind bei Promis beliebt. Die Marke und ihr schillernder Chef Elon Musk sind längst Kult. Tesla gilt vielen als der Vorreiter im E-Mobilitätssektor und als extrem innovativ. Zuletzt hagelte es allerdings Kritik, als ein Fahrer in einem Auto starb, das von einem Autopiloten gesteuert wurde. Gerade die deutschen Autohersteller tun sich bislang schwer, der amerikanischen Konkurrenz etwas entgegenzusetzen.
Erst vor Kurzem hat Tesla den rheinland-pfälzischen Anlagenbauer Grohmann gekauft. Die strombetriebene Oberklasse-Limousine S-Modell kostet ab 58 000 Euro aufwärts.