Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht am Mittwoch Bruchsaler Soldaten
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht am Mittwoch Bruchsaler Soldaten | Foto: dpa

Die Ministerin fliegt ein

Ursula von der Leyen auf Stippvisite in Bruchsal

Von Nervosität keine Spur: Henry Neumann, Kommandeur des ABC-Abwehrkommandos der Bundeswehr auf dem Bruchsaler Eichelberg gibt sich gelassen. Für Mittwoch, 10. August, hat sich seine oberste Chefin angekündigt. Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht Bruchsal, genauer gesagt, die General Dr. Speidel-Kaserne. Und um ganz genau zu sein: Neumanns Leute vom ABC-Abwehrkommando und das ebenfalls dort stationierte ABC-Abwehrbataillon. „Ich freue mich, das ist eine großartige Geschichte, und es macht mich stolz“, erklärt Neumann im Gespräch mit der Bruchsaler Rundschau vorab.

Von der Leyen nimmt sich drei Stunden Zeit

Die Verteidigungsministerin legt ihren Stopp innerhalb ihrer jährlichen Sommerreise ein. Zuletzt war ihr Vorvorgänger Franz-Josef Jung auf dem Eichelberg, 2009 war das. Ein komplizierter Auswahlprozess geht der Sommerreise der Ministerin voraus, bis klar ist, welche Bundeswehr-Standorte beehrt werden.

 

Die ABC-Abwehrspezialisten werden ihre Fähigkeiten der Ministerin demonstrieren.
Die ABC-Abwehrspezialisten werden ihre Fähigkeiten der Ministerin demonstrieren. | Foto: Bundeswehr

Jetzt also Bruchsal. Drei Stunden Zeit wird sich von der Leyen auf dem Eichelberg nehmen, um mit den Soldaten ins Gespräch zu kommen und sich die Leistungsfähigkeit ihrer Truppe anzuschauen. Neumann will der Ministerin beispielsweise den Informationspunkt vorstellen, den ersten, den es in einer Bundeswehrkaserne überhaupt gab. Von der Leyens Programm, die Truppe als Arbeitgeber attraktiver zu machen, schlägt sich hier nieder. Neue Soldaten, die aus ganz Deutschland kommen, bekommen dort alle wichtigen Informationen, damit sie an ihrem neuen Standort auch mit ihrer Familie schnell heimisch werden. Im Mittelpunkt steht allerdings die Kernaufgabe der Soldaten auf dem Eichelberg: die ABC-Abwehr mit all ihren Anforderungen, ihren technischen Möglichkeiten, ihren Geräten und ihren Spezialisten.

Henry Neumann, der Kommandeur des ABC-Abwehrkommandos freut sich auf den Besuch seiner "Chefin".
Henry Neumann, der Kommandeur des ABC-Abwehrkommandos freut sich auf den Besuch seiner „Chefin“. Foto: pr

ABC-Abwehrkräfte helfen auch bei Katastrophen

Mit ihren Spezialfertigkeiten kommen die Soldaten schließlich nicht nur im Kampf zum Einsatz, sondern auch bei zivilen Lagen, im Katastrophenfall etwa, oder zuletzt in der Flüchtlingskrise, als Neumanns Männer und Frauen mit Dekontaminationseinheiten und mobilen Duschen ausgeholfen haben. Nicht zuletzt sind die Soldaten vom Eichelberg längst international aufgestellt, nehmen an Truppenübungen im Ausland teil und spielen als ABC-Abwehrspezialisten innerhalb der Nato eine wichtige Rolle. All das wird Neumann der Bundesverteidigungsministerin und ihrer Begleitung am Mittwoch demonstrieren. Dann sind auch Lokal- und Regionalpolitiker vor Ort, um mit der Ministerin ins Gespräch zu kommen. Vor allem aber will von der Leyen mit ihren Soldaten reden. Vom Rekruten bis zu höheren Ebenen aber auch für zivile Angestellte wird es dazu Gelegenheit geben.

 

„Wir haben hier ein befähigtes, spezialisiertes Kommando, das national und international in der Lage ist, die Aufträge zu erfüllen“. Das wird Neumanns Botschaft an den hohen Besuch sein, bevor Ursula von der Leyen vom Eichelberg aus in den Hubschrauber steigt und zum nächsten Bundeswehr-Standort abhebt.