Der neue Vorstand der Vereinigung Brettener Unternehmer (VBU)
Der neue Vorstand der Vereinigung Brettener Unternehmer (VBU)

Paul Metzger wird Vizechef

Vereinigung Brettener Unternehmer: Neuer Schwung mit Alt-OB

Mit Paul Metzger will die Vereinigung Brettener Unternehmen (VBU) wieder mehr Schwung und Elan in ihr Vereinsleben bringen und die Stadtentwicklung stärker als bisher vorantreiben. Bei der Mitgliederversammlung, zu der über 50 Unternehmer ins Alte Rathaus geströmt waren, wurde der Alt-OB einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Zuvor war Metzger, der in Bretten eine Unternehmensberatung betreibt, dem Verein beigetreten.

Brettener VBU-Chef: Habe mir Rücktritt überlegt

Der bisherige VBU-Vize Benno Keppler habe sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt, erläuterte VBU-Chef Andreas Drabek. Er selbst habe sich auch mit Rücktrittsgedanken geplagt, räumte Drabek freimütig ein, doch habe man sich im Vorstand zusammengesetzt und das Modell einer „Doppelspitze“ ins Gespräch gebracht.
„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Paul Metzger“, sagte Drabek nach seiner Wiederwahl, bei der er übrigens eine Gegenstimme erhielt. Schriftführer Jörg Hiltwein und Kassenwartin Gabi Keppler wurden in ihren Ämtern bestätigt; als Beisitzer wurden Marion Klemm, Armin Schulz, Alexander Sturm und Jürgen Bickel gewählt.

Mitgliederschwund gestoppt

Den seit Jahren anhaltenden Mitgliederschwund des Unternehmervereins habe man nun stoppen können, berichtete Marion Klemm – und es gebe aktuell acht neue Mitglieder. „Wir hoffen, dass wir bald wieder die 200er-Marke bei der Zahl der Mitglieder erreichen können“, sagte die VBU-Beisitzerin, die nun unter anderem verstärkt Ärzte, Architekten sowie andere Freiberufler und Dienstleister ins Boot holen will.
Es brauche jetzt „ein starkes Wir-Gefühl bei der VBU“, appellierte Klemm, „damit das Geld der Kunden in unserer Stadt bleibt und nicht in andere Kanäle abwandert“. Das sieht auch der neue Vize Metzger so: „Eine anonyme Stadt kommt nicht voran. Aber wenn man die Kräfte der Verwaltung und der VBU bündelt, dann ist man auf einem guten Weg.“

OB Wolff skizziert Brettener Stadtentwicklung

In seinem Jahresbericht verwies VBU-Chef Drabek unter anderem auf sein Engagement beim „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK), wo in der Arbeitsgruppe „Arbeit und Versorgung“ 30 Maßnahmen entwickelt wurden, von denen neun als „kurzfristig umsetzbar“ eingestuft worden seien. Details würden nun vom Gemeinderat beschlossen.
Als Gastredner skizzierte Oberbürgermeister Martin Wolff die aktuellen Überlegungen zur Stadtentwicklung, bei denen selbstverständlich das ISEK-Projekt eine große Rolle spiele. „Noch vor der Sommerpause“ würden dem Gemeinderat 100 Projekte zur Entscheidung vorgelegt. Die sollen dann in „knackigen Arbeitsgruppen“ umgesetzt werden. „Ich will keine Dauerarbeitsgruppen“, sagte Wolff, „sondern projektbezogene. Die Bürger sollen sehen, da wird nicht nur geredet, da passiert was.“
Bis zum Jahr 2030 werde die Brettener Bevölkerung um 4 000 Personen wachsen, habe das Statistische Landesamt prognostiziert. „Das stellt uns auch in Zukunft vor große Herausforderungen“, so Wolff weiter.
Was die Innenstadtentwicklung betreffe, setze er weiter auf ein Ärztehaus, denn nicht alle Ärzte wollten sich auf dem Rechberg-Campus niederlassen. Den Ausbau der Weißhofer Straße habe man vertagt, weil zunächst die Sporgasse fertiggestellt werden müsse.

Neuer VBU-Treff geplant

Wie Drabek abschließend ankündigte, werde sich die VBU am 13. Juli über das Projekt „Steinzeugpark“ informieren und im Herbst die Firma Neff besichtigen (Termin noch offen). Zudem ist ein regelmäßiger, zwangloser „VBU-Treff“ geplant, der immer am ersten Montag im Monat stattfindet. Start: 5. September, 19 Uhr, im Restaurant „Simmelturm“.

Internet: vbu-bretten.de