Das Ziel ist der Hörsaal, doch zunächst steht die Bewerbung für den gewünschten Studienplatz an.
Das Ziel ist der Hörsaal, doch zunächst steht die Bewerbung für den gewünschten Studienplatz an. | Foto: dpa

Vor dem Studienstart

Bewerbungsfrist endet am 15. Juli

Die Qual der Wahl haben in diesen Tagen wieder zahlreiche Abiturienten und andere Studieninteressierte, die sich zum kommenden Wintersemester in einer Universität oder Hochschule einschreiben wollen. Denn vor dem Studienstart steht die Tortur der Bewerbungsverfahren auf dem Programm. Für die zulassungsbeschränkten Studiengänge endet die Frist bereits am kommenden Freitag, 15. Juli. Die BNN fassen zusammen, was die Bewerber beachten sollten und welche neuen Möglichkeiten und Angebote es bei ausgewählten Unis und Hochschulen im Verbreitungsgebiet gibt.

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Allein schon die Fülle der möglichen Studienfächer ist enorm. Das  (KIT) bietet derzeit 89 Studiengänge an, davon 41 Bachelor- und 48 Masterstudiengänge. Es gilt für Studieninteressierte also zunächst, sich ein genaues Bild darüber zu verschaffen, was zu einem passt. Dabei können Orientierungstests helfen, die im Internet angeboten werden (siehe „Weitere Tipps zum Studienstart“).
Fällt die Wahl dann auf einen speziellen Studiengang, bietet das KIT Hilfe beim Bewerbungsverfahren an. Neben Videotutorials und einer Bewerberhotline steht das Zentrum für Information und Beratung (zib) als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Studium zur Verfügung. Knapp die Hälfte der angebotenen Studienfächer sind zulassungsbeschränkt, die Bewerbung muss damit bis zum 15. Juli vorliegen. Neu im Wintersemester sind die Bachelorstudiengänge Technomathematik und Wirtschaftsmathematik, sowie ein Lehramtsstudiengang Informatik (Bachelor).

Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

Auch an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft wird zum kommenden Semester ein neuer Studiengang angeboten. Im Bachelor Internationales IT Business werden Kenntnisse im Bereich der vernetzten Wirtschaft und Gesellschaft vermittelt. Auch hier ist eine Bewerbung bis kommenden Freitag nötig. Fortgesetzt wird der vor einem Jahr eingeführte Mathematik-Vorkenntnistest auf freiwilliger Basis, der den Studierenden zeigen soll, ob ihr Kenntnisstand für das gewählte Studienfach ausreicht. Im Rahmen des Programms „Erfolgreich starten“, das jüngst ausgeweitet wurde, können Studierende gegebenenfalls Defizite in Zusatzkursen studienbegleitend ausgleichen. Wer sich zunächst entscheidet, nach dem Abitur etwa den Freiwilligendienst zu absolvieren, kann ab Oktober Schnuppervorlesungen besuchen, um sich für eine Einschreibung im kommenden Sommersemester zu orientieren.

Seit einigen Monaten bietet die Hochschule auch eine Online-Beratung an. In Chats und Foren können Interessierte dabei mehr zum Studienangebot und dem Bewerbungsverfahren in Erfahrung bringen.

Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Keine großen Veränderungen gibt es an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. „Wir hatten im vergangenen Jahr gravierende Veränderungen mit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge“, sagt Pressesprecherin Kirsten Buttgereit. Es gehe nun um die Etablierung der vorhandenen Angebote. Marc Mälzer, Leiter des Studien-Service-Zentrum rät zu einer fristgerechten Bewerbung. „Es zählt der Posteingang, nicht der Poststempel“, macht er deutlich. Es gelte also, die Bewerbung zeitig abzuschicken. „Wir bekommen momentan auch viele Anrufe wegen den Einschreibungs- und Bewerbungsmodalitäten“, sagt Mälzer. Oft tauche auch die Frage auf, ob man etwa mit einem Abi-Schnitt von 2,8 noch einen Studienplatz bekommt. „Das können wir natürlich nicht beantworten“, macht Mälzer deutlich, die Zulassung hänge am Ende von vielen Kriterien ab, etwa der Anzahl der Bewerber und deren Abiturleistungen oder auch dem außerschulischen Engagement der Bewerber.

Hochschule Pforzheim

Die Hochschule Pforzheim weitet ihr Studienangebot aus und bietet mit einem Bachelor in „Digital Enterprise Management“ einen englischsprachigen Studiengang an, der die Digitalisierung der Wirtschaft zum Thema hat. Besonders wichtig findet es Pressesprecherin Sabine Laartz, sich vorher ein Bild von der Hochschule und dem Campus zu machen: „Ich kann jedem nur raten, sich vorab mit Studierenden und Lehrenden zu unterhalten.“

Wichtig ist es in jedem Fall, sich nicht mit einer Bewerbung zufriedenzugeben. „Die Annahmequote liegt in einzelnen Fachbereichen bei eins zu zehn oder sogar darunter“, berichtet Laartz. Wer also auf Nummer sicher gehen will, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Zusage kommt, sollte sich an verschiedenen Hochschulen oder Universitäten und auch in den verschiedenen ähnlichen Studiengängen einer Fachrichtung bewerben.

Weitere Tipps zum Studienstart

Für alle, die sich kurz vor dem Ende der Bewerbungsfrist noch orientieren wollen, gibt es hier ein paar hilfreiche Links:

Einen landesweiten Orientierungstest, der Aufschluss darüber gibt, was man überhaupt studieren kann und was passgenau zu den eigenen Fähigkeiten und Interessen passt, gibt es unter: http://www.was-studiere-ich.de

Studienbewerber können sich mit einem Online-Test auf das Studium einstimmen, der gleichzeitig eine ideale Möglichkeit zur Selbsteinschätzung bietet. Der Test ist unter folgender Adresse zu finden: http://www.tu9.de/studium/1373.php

Das KIT und weitere Universitäten beteiligen sich bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen am Dialogorientierten Vergabeverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung. Ein mehrstufiges Verfahren schafft dabei einen Ausgleich der Wünsche und Prioritäten der Bewerber mit den vorhandenen Kapazitäten. So können Wünsche von den Bewerbern priorisiert angegeben und berücksichtigt werden. Die Homepage ist unter http://www.hochschulstart.de zu erreichen.