Erneute Kandidatur: Der Baden-Badener Kai Whittaker möchte sich wieder um ein Bundestagsmandat bewerben.
Erneute Kandidatur: Der Baden-Badener Kai Whittaker möchte sich wieder um ein Bundestagsmandat bewerben. | Foto: Vangermain

Wahlkreis Rastatt

Kai Whittaker möchte wieder in den Bundestag

Der Baden-Baden CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker möchte sich erneut als Kandidat im Wahlkreis Rastatt bewerben. „Ich habe die Kreisverbände und Vereinigungen informiert, dass ich wieder antreten möchte“, sagte der 31-Jährige bei einem Besuch in der BNN-Redaktion Baden-Baden. Die Christdemokraten nominieren im Herbst ihren Bewerber für die Bundestagswahl 2017. „Gut ein Jahr vor der Wahl haben die Menschen ein Recht zu wissen, wie ich denke“, betonte Whittaker. Die Bürger seines Wahlkreises wüssten, was sie an ihm hätten. Er sei ein Mensch, der Verantwortung übernehme und sie nicht wegschiebe. „Ich habe eine Meinung, auch wenn die nicht immer populär ist“, bekräftigte der Bundestagsabgeordnete.
Er wolle den Auftrag seiner Partei und seiner Wähler in der nächsten Legislaturperiode weiterführen. Er habe bei der Wahl im Jahr 2013 einen starken Rückhalt erfahren. „Das war ein großer Vertrauensbeweis für mich“, sagte der Politiker. Whittaker holte damals mit 53,5 Prozent der Stimmen das Direktmandat im hiesigen Wahlkreis. Nun gehe es ihm darum, seinen Kurs in den kommenden Jahren fortzusetzen.
Der junge Wirtschaftswissenschaftler aus Baden-Baden ist ordentliches Mitglied im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda, im Finanzausschuss und im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.
„Die bisherige Legislaturperiode war sehr intensiv und herausfordernd“, räumte der 31-Jährige ein. Die erste Zeit sei stark von der Innenpolitik geprägt gewesen. „Dann kam ein permanentes Krisen-Management, das an Dramatik nicht zu überbieten war“, schilderte Whittaker mit Blick auf die Euro-Krise und die damit verbundene Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott. Die Flüchtlingskrise habe der Bund mit den Anfang des Jahres beschlossenen Gesetzen einigermaßen bewältigt. Jetzt gehe es aber um die Frage, wie die Sicherheit in Deutschland künftig zu gewährleisten sei. Zudem sei es nach dem Brexit eine große Herausforderung, Europa zusammenzuhalten, meinte der Sohn eines englischen Vaters und einer deutschen Mutter.
In seiner politischen Arbeit für den Wahlkreis standen bislang zwei große Themen auf der Agenda: der Verkehrswegeplan und der Breitbandausbau. In der Verkehrspolitik habe er sich vor allem für den Ausbau der Autobahn-Anschlussstelle Rastatt-Nord und den Lückenschluss der B3 neu bei Kuppenheim stark gemacht. „Es war enttäuschend, dass beide Projekte im ersten Entwurf keine Chance hatten“, sagte Whittaker. Im zweiten Entwurf sei es dann gelungen, beide Vorhaben höher einzustufen. „Ich hätte gerne, dass es nicht nur Planungssicherheit gibt, sondern dass tatsächlich Geld fließt.“ Beim Breitbandausbau engagiere er sich dafür, dass Glasfaserkabel in jedes Haus führen. „Wir leben in der Technologieregion Karlsruhe. Das muss auch Realität werden“, betonte der Abgeordnete.
Whittaker verwies auf bisherige politische Erfolge: Es sei gelungen, dass das Technische Hilfswerk Baden-Baden auf dem benachbarten Grundstück erweitern dürfe. Und auch beim Zollamt Baden-Baden sehe es gut aus, dass es seinen Sitz vom Bahnhof Oos auf das Gelände des Baden-Airparks verlagern werde. „Ich bin zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr einen Schritt weiterkommen.“
Sollte er wieder in den Bundestag einziehen, werde er weiter für den zügigen Breitbandausbau kämpfen und sich für E-Government und Smart-Government engagieren.