Eine große Vielfalt bot die Premiere der Waldbronner Kunsttage den Besuchern.
Eine große Vielfalt bot die Premiere der Waldbronner Kunsttage den Besuchern. | Foto: Klaus Müller

Erfolgreiche Schau

Waldbronner Kunsttage bleiben keine Eintagsfliege

Von Klaus Müller

„Wenn ich mich so umschaue, bin ich überwältigt.“ Bei diesen Worten schweifte der Blick von Bürgermeister Franz Masino über das Geschehen im Waldbronner Kurhaus. Angetan zeigte sich nicht nur der Verwaltungschef, auch Mitstreiter Günter Weiler war von der Besucherresonanz bei der Eröffnung der „Kunsttage Waldbronn“ begeistert. Die erste Bilanz zur Kunsttage-Premiere fiel durchweg positiv aus.
Mehr als 20 renommierte Künstler stellten im Kurhaus ihre Werke aus. Ein glückliches Händchen bei der Auswahl hatte ein dreiköpfiges Gremium: Künstler Günter Weiler, Kunstsammler Curt Diehm und mit dem Bürgermeister, wie er selbst sagte, ein Jurymitglied ohne Kunstsachverstand. Ausgewählt wurde unter 150 Bewerbern. Grundlage dafür war nach Weilers Auskunft eine Ausschreibung, die über 9 000 Kontakte ansprach. Dass es der Jury gelang, tatsächlich eine größtmögliche Vielfalt an Kunst nach Waldbronn zu holen, sollte auch Leitfaden künftiger „Waldbronner Kunsttage“ sein.

Unterschiedlichste Stilrichtungen

Zumal die Gesamtauswahl, die unterschiedlichen Stilrichtungen – Fotografien, Skulpturen, abstrakte oder gegenständliche Malerei – beim Publikum gut ankam. Als Eintagsfliege wollen Masino und Weiler die Kunsttage keineswegs verstanden wissen. Sie sollen künftig einen festen Platz als zukräftige Auftaktveranstaltung der Waldbronner Woche einnehmen. Mit dem selbst gesteckten Anspruch: „hochwertige Kunst zu zeigen“. Allein mehr Unterstützung ehrenamtlicher Helfer wünscht sich Weiler bei der künftigen „sehr aufwendigen Organisation“ der Kunsttage. Denkbar wäre zudem, die Jury zu erweitern. Für den Ausstellungsrahmen sorgten Messebauer der „art Karlsruhe“. Dass die Künstler ihr Kommen nicht zuletzt von einer guten Organisation solch einer Ausstellung abhängig machen, bestätigten Maike Günther aus Baden-Baden und Helmut P. Weste aus Waldbronn. Kontakte knüpfen, mit Besuchern ins Gespräch kommen und vielleicht auch das eine oder andere Werk verkaufen, machten überdies den Reiz der Kunsttage aus.

„Waldbronn Award“ der Kunsttage nach Aulendorf

Ohne Sponsoren, betonten Weiler und Masino, wäre die Schau nicht möglich. Die Künstler wurden nicht zur Kasse gebeten. Sie konnten, falls gewollt, einen wie auch immer gewählten Betrag für den guten Zweck – das Indienprojekt der Bäckerei Nussbaumer – spenden.
Und dann gab’s noch den Publikumspreis für die beste Präsentation, den mit 250 Euro dotierten „Waldbronn Award“. Er ging an Kunstmalerin Annette Schmucker aus Aulendorf. Klaus Müller