CDU-Landtagsabgeordnete Sylvia Felder, Landwirtschaftsminister Peter Hauk (Mitte) und Landrat Jürgen Bäuerle.
CDU-Landtagsabgeordnete Sylvia Felder, Landwirtschaftsminister Peter Hauk (Mitte) und Landrat Jürgen Bäuerle. | Foto: Collet

Klare Worte von Minister Hauk

Wasserkunden müssen PFC-Reinigung zahlen

Die Wasserkunden in Rastatt müssen die Kosten für Erforschung und Einbau der Filteranlagen zum Schutz vor dem Gift PFC bezahlen. Landwirtschaftsminister Peter Hauk machte bei einem Besuch auf dem Huberhof in Iffezheim deutlich, dass es für die Versorger kein Geld vom Land gibt, um belastetes Grundwasser zu reinigen. Unterdessen stellte er für die Landwirte Fördermittel in Aussicht, wenn diese zur Bewässerung ihrer Äcker Aktivkohlefilter anschaffen müssen, „sofern sich bei der Erprobung dieser Filter zeigt, dass sie wirkungsvoll sind“.
Hauk war gestern auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Sylvia Felder auf den Huberhof nach Iffezheim gekommen. Er sei erst seit einem Vierteljahr – also seitdem er die Leitung des Ministeriums übernommen hat – mit dem Thema befasst. Klar sei aber, dass bei der Belastung des Wassers mit PFC vieles unerforscht ist. Mit Grenzwerten sei erst im nächsten Jahr zu rechnen, derzeit könne man nur mit Abschätzungen arbeiten. Da der Stoff gut wasserlöslich sei und sehr großflächig auftauche, sei eine Sanierung schwierig. Sogar die Ursache sei noch nicht endgültig geklärt, sagte er. Aus der Runde der etwa 50 Besucher gab es vereinzelt Widerspruch: Der Rastatter Bürgermeister Wolfgang Hartweg sagte etwa, dass der Schadstoffherd, der das Rastatter Trinkwasser bedrohe, durchaus mit einem Acker bei Sandweier bekannt sei. Ein Vertreter des Vereins Sauberes Trinkwasser aus Kuppenheim verwahrte sich gegen Hauks Aussage, deren Bluttests, bei denen PFC nachgewiesen wurde, seien nicht wissenschaftlich. Hauk forderte den Verein dazu auf, seine Ergebnisse zur Verfügung zu stellen, damit alles Wissen zusammengetragen werden könne.
Der Rastatter Stadtwerkechef Olaf Kaspryk regte einen Fonds für PFC-Geschädigte an. Dazu Minister Hauk: Einen Fonds für Risiken, die in der Zukunft liegen, gibt es nicht.