Soll neu bebaut werden: Das alte Feuerwehrareal in Ettlingen.
Soll neu bebaut werden: Das alte Feuerwehrareal in Ettlingen. | Foto: Archiv

Feuerwehrareal Ettlingen

Wettbewerb für Bebauung noch 2016

Für das  Feuerwehrareal Ettlingen in der  Pforzheimer Straße gibt es einen Wettbewerb noch 2016.   Der  Ausschuss für Umwelt und Technik des Gemeinderats schloss sich jetzt  mehrheitlich   einem Kompromissvorschlag der Verwaltung  in der Sache  an. Entstehen sollen auf dem Gelände  Wohnungen und Flächen für Dienstleister/Gewerbe.   Der  Kompromiss sieht vor, einen kombinierten Architekten-/Investorenwettbewerb für den größeren Teil des Geländes (Eckbebauung Pforzheimerstraße/Ludwig-Albert-Straße inklusive Tiefgarage und Gewerbeflächen ) zu veranstalten. Verbunden sein sollen damit auch Lösungsvorschläge für den kleineren Teil des Areals (an der Ludwig-Albert-Straße), wo Baugruppen drei jeweils zweigeschossige plus Dachgeschoss umfassende  Wohnhäuser errichten sollen. Die Baugruppen müssen sich erst noch zusammenfinden und um das Gelände bewerben.

Städtisches Grundstück in Bestlage

Die Verwaltung hatte zunächst ein anderes Vorgehen empfohlen, nämlich nur den Wettbewerb für „Tandems“ aus Investor und Architekt und zwar für das komplette städtische Grundstück in Bestlage. Zu anderen Erkenntnissen  gelangte sie, nachdem ein Antrag des Freien Wählers Berthold Zähringer vom Juni 2016  geprüft worden war. Zähringer – selbst Architekt –  hatte  ein Baugruppenmodell mit Architekten angeregt, die Erfahrung mit Baugemeinschaften haben und wollte dies möglichst für die Komplettfläche. Dies, um zu günstigerem Wohnraum zu gelangen, der in Ettlingen Mangelware ist.  Im Ausschuss  schilderte  Hubert Burdenski (Freiburg)  seine Erfahrungen mit Baugruppen in einigen Quartieren in seiner Heimatstadt. Fazit: Baugruppen sind sinnvoll, wenn es nicht um gewerbliche Projekte geht,  und die Vermarktungszeit für den Wohnbau  nicht zu lange dauert, will  heißen, die Lage stimmt.  Durch Baugruppen ließen sich Kosten sparen, die ein Bauträger  ansonsten abwälze.

CDU von Baugruppen wenig begeistert

Die CDU zeigte sich von der Baugruppen-Idee wenig begeistert und wollte an dem festhalten, was bislang angedacht war: reiner  Wettbewerb für Architekten/Investoren und Verkauf des Geländes an den Sieger. Die SPD und die Grünen  fanden  den Baugruppen-Ansatz im Bereich, wo reiner Wohnungsbau vorgesehen ist, gut.  Gleiches galt für die anderen Fraktionen. Insgesamt hat das Areal gut 4 600 Quadratmeter; die Aufteilung ist 60:40 angedacht. Der Wettbewerb soll noch 2016 beginnen und  im Frühjahr 2017 entschieden sein.  Das letzte Wort spricht in der Sache noch der Gesamtgemeinderat Ende Juli.