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Soll Einfamilienwohnhaus werden: Die evangelische Kirche Weisenbach | Foto: pr

Bauvoranfrage gebilligt

Wird Kirche zum Wohnhaus?

Weisenbach. Die geplante Umwandlung der evangelischen Kirche Weisenbach in ein Einfamilienwohnhaus ist am Mittwochabend einen Schritt weitergekommen. Der Gemeinderat Weisenbach stimmte im gut besuchten Ratssaal einer entsprechenden Bauvoranfrage mit acht Ja- und zwei Nein-Stimmen (aus den Reihen der Freien Wähler) zu.
Das Thema Kirchenverkauf und -umnutzung ist in Weisenbach im Übrigen in den letzten Wochen intensiv – und auch sehr emotional – diskutiert worden. Im Vorfeld der Ratssitzung hatte sich Pfarrerin Margarete Eger im BNN-Gespräch sehr angetan von dem Konzept gezeigt, das der potenzielle Käufer des Kirchengebäudes den Vertretern der evangelischen Kirchengemeinde Forbach-Weisenbach vorgelegt hatte. Eine Bauvoranfrage ist allerdings nur der erste Schritt und gegenüber einem Baugesuch vergleichsweise „unverbindlich“, dies machten sowohl Bürgermeister Toni Huber in seinen einführenden Worten wie auch die Gemeinderäte in ihren Stellungnahmen deutlich.
Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde im Gefolge der Diskussion noch leicht verändert, gebilligt wurde eine Formulierung von Steffen Miles (CDU): Danach erteilt der Gemeinderat der Bauvoranfrage zur Umnutzung der evangelischen Kirche in ein Einfamilienhaus sein kommunales Einvernehmen; der Bau einer Doppelgarage wird grundsätzlich als zulässig angesehen, erhält aber kein kommunales Einvernehmen, da für die notwendige Zufahrt noch keine Pläne vorliegen.
Mehrere Stellungnahmen machten am Mittwochabend deutlich, dass eben diese Zufahrt zu einer beabsichtigten Doppelgarage auf dem Kirchengrundstück ein „Knackpunkt“ werden kann, sind doch, gleich wie die Zufahrt verläuft, „immer naturschutzrechtliche Belange betroffen“ (Huber). Gemeinderat Heiko Seidt (Freie Wählervereinigung) ist als Anlieger der Kirche betroffen und musste für diesen Tagesordnungspunkt in den Zuhörerreihen Platz nehmen.
Bürgermeister Huber hatte eingangs auch ausgeführt, dass die Nachbaranhörung Einwendungen gegen das Vorhaben ergeben habe, die nun an die Baurechtsbehörde weitergeleitet würden. Da für das betreffende Gebiet kein Bebauungsplan vorliegt, ist entscheidend, ob sich die geplante Nutzung mit der Umgebungsbebauung verträgt – aus Sicht der Verwaltung gibt es hier keine Probleme, so der Bürgermeister.