Schauplatz des "Code_n ne.New Festivals" ist das ZKM in Karlsruhe.
Schauplatz des "Code_n ne.New Festivals" ist das ZKM in Karlsruhe. | Foto: Deck / Code_n

Code_n-Festival beginnt im ZKM

Innovation trifft auf Kunst

Das „Code_n new.New Festival“ öffnet erstmals im Karlsruher ZKM seine Tore für die Besucher. Bisher fand das Innovationsfestival auf der IT-Messe CeBIT in Hannover statt. Ausrichter ist die Stuttgarter Firma GFT. Sie wollte mit dem Umzug neue Impulse setzen. Die Veranstaltung, bei der Digital-Pioniere bis einschließlich Donnerstag ihre Innovationen vorstellen, soll jedoch auch insgesamt wachsen. Deshalb holte der Ausrichter Partner ins Boot. Neben dem ZKM, das als Gastgeber für den passenden Rahmen sorgt, sind dies etablierte Firmen, die Stadt Karlsruhe mit unterschiedlichen Einrichtungen und auch Unternehmer-Netzwerke wie das Cyberforum. Die BNN geben hier einen Überblick zu der dreitägigen Fachkonferenz und zum umfangreichen Begleitprogramm:

GFT als Ausrichter

Das Stuttgarter Unternehmen richtet das „New Festival“ bereits zum fünften Mal aus. Am Grundkonzept ändert sich prinzipiell nichts. Angeboten werden zahlreiche Fachvorträge, Workshops und Ausstellungen rund um digitale Themen. Unter den Rednern tummeln sich viele Vertreter prominenter Firmen wie Bosch, Trumpf, Hewlett Packard, Daimler, Audi oder Vodafone. Natürlich wird auch Google nicht fehlen. Prominentester Redner im Kreis der Digital-Pioniere ist jedoch ein Politiker: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird am heutigen Abend über „Gesellschaft und Wirtschaft 4.0“ sprechen. Auch bei der fünften Code_n-Auflage und im neuen Umfeld veranstaltet GFT wieder einen internationalen Start-up-Wettbewerb, bei dem junge Firmen ihre Geschäftsidee einer Jury vorstellen. Die Sieger der Vergangenheit fanden in der Regel finanzkräftige Investoren, die ihren Firmen zum Durchbruch verholfen haben.

Das ZKM als Gastgeber

Eine Reise durch die Technik-Geschichte wird den Festivalbesuchern versprochen. Dies soll in erster Linie über drei Ausstellungen gelingen. Unter dem Titel „dataspheres“ wurde speziell eine Schau für Code_n konzipiert. Um Technik geht es bei „Allahs Automaten“, wo Artefakte der arabisch-islamischen Renaissance gezeigt werden. In einer weiteren Ausstellung, die ZKM-Besucher schon von der Globale kennen, geht es um den Wiener Kreis. Den Festival-Besuchern werden geführte Touren angeboten. Zudem wird viel „Digitale Kunst“ zu sehen sein.

Die Stadt und ihre Partner

Die Karlsruher Wirtschaftsförderung ist schnell auf den Festival-Zug aufgesprungen, um die Veranstaltung über die Grenzen des ZKM hinaus auszudehnen. Das soll unter anderem über die Schlosslichtspiele gelingen, die an jedem Abend stattfinden. Beim Schloss findet am Donnerstag auch das Schlusskonzert mit der Band Claire statt (ab 19.30 Uhr). Eingebunden sind auch die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK), die IHK Karlsruhe sowie der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV). Letzterer sorgt dafür, dass die Code_n-Besucher mit ihren Tickets kostenfrei die öffentlichen Verkehrsmittel in der Fächerstadt nutzen können.

Die Nebenschauplätze

Die Veranstaltungen am und um das Schloss sind nur eine Erweiterung zum eigentlichen Festival-Ort. Mit eingebunden wird auch der Alte Schlachthof, der inzwischen zu einer Art Karlsruher Kreativzentrum geworden ist. Dort findet am heutigen Abend das sogenannte „Side Festival“ statt. Bei „Open Stage #GamesBW“ trifft sich die Spiele-Szene aus dem Südwesten und spricht über Neuentwicklungen. Zudem wird der „CyberChampions Award“ verliehen, ebenfalls ein Wettbewerb für junge Firmen. Im Karlsruher Substage findet am späten Abend eine Party für die Festival-Besucher statt. Auch die Hoepfner-Burg, die Heimstätte des Cyberforums, wird am letzten Festival-Tag eingebunden.

Das Cyberforum

Das Karlsruher Unternehmernetzwerk, in dem rund 1 000 Mitglieder organisiert sind, sorgt unter anderem dafür, dass einige der bereits erwähnten Nebenschauplätze „bespielt“ werden. In der Hoepfner-Burg veranstaltet das Cyberforum einen Gründerabend, zudem wird der „CyberChampions Award“ von dem Netzwerk verliehen.

Die beteiligten Firmen

GFT setzt auf große Partnerunternehmen, die alle mit eigenen Auftritten im ZKM vertreten sind. Die B. Braun AG aus Melsungen will auf dem Festival in Workshops vor allem über die Zukunft der Pharma- und Medizinbranche sprechen. Accenture widmet sich den Start-ups. Und der Dritte im Bunde, die Karlsruher EnBW, verschreibt sich der „Energiewelt von morgen“. Heute soll es laut EnBW-Angaben um die vernetzte Stadt gehen, Tag zwei stehe im Zeichen der Elektromobilität, am Donnerstag soll schließlich noch über Big Data gesprochen werden. Zudem will die EnBW den Code_n-Besuchern ihren Innovationscampus im Karlsruher Rheinhafen näher bringen.

 

Auf der Code_n-Website gibt es nähere Informationen zum Festival, Ticketpreisen und zum Rahmenprogramm.