Marodes Jugendhaus in Iffezheim
Das Jugendhaus in Iffezheim bleibt geschlossen. | Foto: Krause-Dimmock

Iffezheimer Jugendhaus

Zukunft bleibt unklar

Von Christiane Krause-Dimmock

Kaum haben die BNN über das Iffezheimer Jugendhaus berichtet, war das Gebäude jetzt auch schon Thema im Gemeinderat. Er habe mit dem Eigentümer Claus Oesterle gesprochen, erklärte Bürgermeister Peter Werler in der Fragestunde.

Beträchtlicher Sanierungsaufwand

Ein Termin mit dem Statiker habe ergeben, dass die Balken freigelegt werden müssten, um sich ein genaueres Bild von der Sachlage zu machen, so Werler. Jene Balken stünden in einem Abstand von 80 bis 90 Zentimeter zueinander. Obendrein müssten die Ölöfen gegen eine moderne Heizung getauscht und die Elektroinstallation erneuert werden. Der Aufwand sei also beträchtlich. Nun müsse der Besitzer abwägen, ob sich dies alles noch wirtschaftlich darstellen lasse.
Eigentümer Oesterle wolle indessen auch ermitteln, was eine „smarte“ Sanierung kosten würde und das Ergebnis der Gemeinde präsentieren, deren Räte dann neu zu entscheiden hätten. Zunächst aber sei das Haus zu räumen.

Gebäude ist nicht einsturzgefährdet

Außerdem ließ Werler wissen, dass der am Gartentor aufgehängte Hinweis auf die Einsturzgefahr, entfernt und durch ein Hinweisschild der Gemeinde ersetzt werde. Denn einsturzgefährdet sei das Gebäude demnach keineswegs. Lediglich ein Teil der Deckenverkleidung sei herabgefallen. Insofern wäre der gefahrlose Betrieb im im Augenblick nicht möglich.

Viele offene Fragen

Warum die maroden Deckenplatten nicht entfernt werden um das Haus weiterhin in bisheriger Weise nutzbar zu machen, ob der festgestellte Schimmel gesundheitsgefährdend ist und wo die Jugend künftig ihre Aktivitäten, die jetzt alle brach liegen, unternehmen kann – all diese Fragen blieben offen. Der Bürgermeister ließ lediglich wissen, dass die Jugendsozialarbeiterin sich darum kümmere, neue Austragungsorte für die betroffenen Angebote im Ferienspaßprogramm zu finden, so dass dieses wie geplant stattfinden könne.
Zeit dafür hat sie jedenfalls. Denn obwohl die Gemeindeseite noch immer großzügig auf die Angebote für die Jugend hinweist, liegen diese seit Wochen auf Eis. Über Alternativen wurde offenbar noch gar nicht nachgedacht.