Der Bart hat einen Namen: Billy Gibbons.
Der Bart hat einen Namen: Billy Gibbons. | Foto: dpa

ZZ Top

Global Players

Der Power-Dreierpack hat Tradition in der Rockhistorie. Man denke nur an Cream, The Jimi Hendrix Experience, Thin Lizzy. Und natürlich ZZ Top. Was die Bärte aus Texas von den anderen Legenden unterscheidet: Sie rocken immer noch in der Originalbesetzung von 1969, mit Billy Gibbons an der Gitarre, Dusty Hill am Viersaiter und Frank Beard an der Klöppelbude. Nun fragt sich, was soll man nach fast einem halben Jahrhundert cooler Mucke noch stemmen auf diesem Planeten? Die Texas-Opas haben die Antwort auf diese Frage, indem sie aus der Not die Tugend formulieren. Nix da mit another Greatest-Hits-Collection aus dem Fundus. Stattdessen bekommt das nach fettem Blues und Boogie lechzende Fanvolk auf dem Silberling „Live! – Greatest Hits From Around The World“ die größten Hämmer aus der langen Karriere in Konzertfassung um die Ohren gehauen. Und wer je einen Gig der Rauschebärte miterlebt hat, weiß, dass da ganz trocken die Knochenpost abgeht, nicht zuletzt weil der mit dem kürzesten Bart und den längsten Beinen, Schlagzeuger Frank Beard nämlich, ganz schön die Felle knacken und die Bassdrums donnern lässt. Natürlich haben wir das alles schon gehört: „La Grange“, den Durchbruch-Klassiker vom „Tres Hombres“-Album, „Sharp Dressed Men“, „Legs“ (aus der Synthie-schwangeren 80er-Ära) und „Waiting For The Bus“. Aber vielleicht noch nicht in Zusammenhang mit den Locations rund um den Globus, wo sie aufgenommen wurden: New York, Los Angeles, Rom, Paris und auch Berlin sind darunter, Nashville ist gleich zwei Mal vertreten, ebenso wie London, wo auch ein kleines Gipfeltreffen der Saitenzauberer über die Bühne ging: Bei „Rough Boy“ und „Sixteen Tons“ griff Veteran Jeff Beck mit zur Gitarre. Auf so viel Kraftmeierei einen „Tush“, äh Tusch!

Neues Album: "ZZ Top Live - Greatest Hits From Around The World"
Neues Album: „ZZ Top Live – Greatest Hits From Around The World“