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Landkreis Karlsruhe – Damit die Festtage nicht zum Albtraum werden! Brandschutz- und Sicherheitstipps zu Weihnachten und Silvester

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Landkreis Karlsruhe (ots) – Die Advents- und Weihnachtszeit ist in vollem Gange und der Jahreswechsel steht vor der Tür. Eine Zeit, bei welcher den Feuerwehren möglicherweise stressige Tage bevorstehen. In den Adventswochen, an Weihnachten und zum Jahreswechsel rechnen die Feuerwehren auch dieses Jahr wieder mit erhöhten Einsatzzahlen. Von brennenden Adventsgestecken und Weihnachtsbäumen, bis hin zu Wohnungsbränden, aber auch mit Unfällen bei der Nutzung von Silvester-Knallkörpern, sowie Bränden in der Silvesternacht.

Aus diesem Grund gibt die Feuerwehr des Landkreises Karlsruhe nachfolgende Tipps zum Vorbeugen von Bränden und zur Nutzung von Silvester-Knallkörper.

Der unachtsame Umgang mit Adventskränzen oder echten Kerzen an Christbäumen ist in der Weihnachtszeit eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände. Denn diese Brände werden meist viel zu spät entdeckt und können sich schon nach kurzer Zeit durch die schnelle Brandausbreitung zu einem Zimmer- oder gar Wohnungsbrand entwickeln.

An dieser Stelle weist Jürgen Bordt, stellvertretender Kreisbrandmeister des Landkreises Karlsruhe, nochmals auf die Wichtigkeit zur fachgerechten Installation von Rauchwarnmelder im privaten Wohnbereich hin. Im absoluten Idealfall sollten folgende Räume mit mindestens einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein: Ausgebauter Dachboden, Aufenthalts- und Schlafräume, alle Flure welche als Fluchtwege genutzt werden und der Keller.

Die frühzeitige Branderkennung lässt nicht nur höheren Sachschaden verhindern, sondern kann im Ernstfall auch Leben retten, so Fabian Geier, Pressesprecher Kreisfeuerwehrverband Landkreis Karlsruhe. „Adventskränze und Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus und sind daher leicht entflammbar. Es reicht nur ein Funke und das trockene Reisig brennt mit hoher Geschwindigkeit ab und eine Ausbreitung auf das Zimmer oder die Wohnung ist binnen weniger Sekunden möglich.“

Bei einem Brand- oder Unglücksfall sind die Feuerwehr und der Rettungsdienst unter der EU-weiten einheitlichen Notrufnummer 112 rund um die Uhr erreichbar.

Tipps zur Advents- und Weihnachtszeit:

– Stellen Sie Kerzen- und Adventsgestecke nur auf nicht brennbare
oder schwer entflammbare Unterlagen. – Elektro/-LED Kerzen sind empfehlenswert. Wenn Sie nicht auf
Wachskerzen verzichten wollen, lassen Sie diese niemals
unbeaufsichtigt. Vergewissern Sie sich bei Verlassen des Raumes
immer, ob alle Kerzen erloschen sind. Achten Sie darauf, dass
Äste und Zweige genügend Abstand zur Kerzenflamme haben. – Feuerzeuge und Zündhölzer sind immer außer Reichweite von
Kindern aufzubewahren. – Halten Sie unbedingt geeignete Löschmittel (Feuerlöscher, Gefäß
mit Wasser) griffbereit. – Weihnachtsbaum so aufstellen, dass er sicher und in
ausreichender Entfernung zu brennbaren Gegenständen steht. – Bedenken Sie die oben beschriebene Rauchwarnmelder-Pflicht – Achten Sie bei der Zubereitung eines Festessens darauf, dass
brennendes Fett in der Pfanne oder Fritteuse nie mit Wasser
gelöscht werden dürfen. Legen Sie in diesem Falle bestenfalls
den Deckel auf den Topf und nehmen Sie das Behältnis von der
Herdplatte. Dadurch werden die Flammen erstickt.

Tipps zum Jahreswechsel:

– Achten Sie auf die Gebrauchsanweisung der Feuerwerkskörper und
lesen Sie diese in aller Ruhe und nicht erst um kurz vor
Mitternacht. – Feuerwerkskörper haben in Kinderhänden nichts zu suchen. – Alkoholisierte Personen sollten das Feuerwerk lieber als
Zuschauer genießen und das „Zünden“ anderen überlassen. – Richten Sie Raketen und Feuerwerkskörper niemals auf Menschen
oder Tiere. – Feuerwerkskörper niemals in geschlossenen Räumen verwenden und
immer sicheren Abstand bewahren. – Raketen müssen auf einer freien Fläche senkrecht nach oben
abgefeuert werden und nicht horizontal der Straße entlang. – Angezündete Knallkörper sofort wegwerfen und Blindgänger nicht
nochmal anzünden sondern mit Wasser unschädlich machen. – Bevor Sie das Haus verlassen: Fenster, insbesondere Dachfenster
und (Balkon-) Türen verschließen so dass keine Raketen in die
Wohnung gelangen können. – Bedenken Sie auch, dass verirrte Raketen auf Ihrem Balkon, Unrat
und Gegenstände entzünden können. Entfernen Sie daher zuvor alle
brennbaren Gegenstände von Balkonen oder Terrassen. – Immer genügend Sicherheitsabstand zu Menschen, Gebäuden, Bäumen
und Autos halten. – Mülltonnen nach Möglichkeit unter Verschluss oder an einem
sicheren Ort lagern. – Nehmen Sie ein großes Gefäß mit Wasser nach draußen oder halten
Sie einen Feuerlöscher bereit um im Brandfall sofort
einschreiten zu können.

Kommt es doch zum Brandfall: Scheuen Sie sich nie davor, bei Bedarf die Feuerwehr anzurufen! Unter der Notrufnummer 112 steht Ihnen rund um die Uhr ein Disponent in der Integrierten Leitstelle Karlsruhe zur Verfügung, welcher bei Bedarf die örtlichen freiwilligen Feuerwehrkräfte alarmieren kann.

Damit alle wichtigen Informationen bereits am Telefon zur Alarmierung der Feuerwehr verwendet werden können, beantworten Sie nachfolgende W-Fragen:

– WER ruft an?
– WO wird Hilfe benötigt?
– WAS ist passiert?
– WIE VIELE Verletzte gibt es?
– WELCHE Art von Verletzungen haben die Opfer?
– WARTEN auf mögliche Rückfragen!

Die Feuerwehren des Landkreises Karlsruhe wünschen ein friedvolles Weihnachtsfest und einen gesunden Start in das neue Jahr 2019. In diesem Sinne appellieren die Feuerwehren zu oben beschriebenem, vorsichtigem Umgang mit offenem Licht und Feuerwerkskörpern.

Kreisfeuerwehrverband Landkreis Karlsruhe
Pressesprecher
Fabian Geier
Telefon: 0721 / 936 840 40
E-Mail: feuerwehr.pressestelle.kfvka1@gmx.de
Internet: http://www.kfv-ka.de

Original-Content von: Kreisfeuerwehrverband Landkreis Karlsruhe, übermittelt durch news aktuell

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/130685/4134431