Blaulicht
Zwei Jugendliche haben in Mannheim versucht, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. | Foto: Jens Wolf/Archiv

Auf dem Weg nach Karlsruhe

Lebensgefahr: Jugendliche wollen auf fahrenden Zug aufspringen

Am Dienstagnachmittag haben sich zwei Jugendliche im Hauptbahnhof Mannheim in Lebensgefahr begeben, als sie versuchten, auf einen bereits fahrenden Zug aufzuspringen. Ein Zugbegleiter beobachtete die Situation und zog die Notbremse, wie die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe mitteilte.

Die Regionalbahn fuhr gegen 15.40 Uhr in Richtung Karlsruhe ab. Die beiden 13 und 14 Jahre alten Jungen rannten dem Zug am Gleis 12 hinterher und rissen an den Türen. Dem 14-Jährigen gelang es , die Tür zu öffnen und auf den Zug aufzuspringen. Der 13-Jährige rannte weiterhin neben der Bahn her.

Zeitgleich erkannte der Zugbegleiter der Regionalbahn die Gefahr und zog die Notbremse. Im Anschluss verständigte er die Bundespolizei. Die Jugendlichen wurden bei der lebensgefährlichen Aktion nach Angaben der Beamten nicht verletzt.

Zug fiel nach Vorfall aus

Durch den Vorfall fiel die Regionalbahn aus. Die Reisenden mussten ihre Fahrt mit anderen Zügen fortsetzen. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr wurde eingeleitet. Wegen dieses Vorfalls warnt die Bundespolizei davor, sich anfahrenden Zügen zu nähern. Durch solche Aktionen könnten schwere Unfälle geschehen, mitunter mit tödlichen Folgen.

Mitte Oktober 2017 war eine Frau im Karlsruher Hauptbahnhof bei dem Versuch ums Leben gekommen, in einen fahrenden Zug einzusteigen.