11-Freunde-Kreisel an der Löwenburg.
11-Freunde-Kreisel an der Löwenburg. | Foto: pol

KSC vs Kaiserslautern

Nach Südwest-Derby: Polizei zieht positive Bilanz

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Nach dem Südwest-Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC (0:0) haben das Polizeipräsidium Westpfalz und die Bundespolizei Kaiserslautern eine positive Bilanz gezogen: die Einsatzkonzeption hat funktioniert und es kam zu keinen größeren Zwischenfällen.

Mehrere hundert Beamte im Einsatz

Der Einsatzleiter lobte seine „Mannschaft“ für die konzentrierte und professionelle Arbeit. Er hob insbesondere die gute Zusammenarbeit mit der Bundespolizei hervor. Mehrere hundert Beamte des Polizeipräsidiums Westpfalz sowie des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik waren im Einsatz. Auch die Bundespolizei Kaiserslautern war mit mehreren Hundert Einsatzkräften der Bundesbereitschaftspolizei Hünfeld, Bad Bergzabern und Bayreuth sowie der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit Koblenz im Einsatz. Ein Lob gilt zudem den Anhängern beider Vereine, die sich bis auf wenige Ausnahmen an die Regeln gehalten haben.

Rote „KL“-Puppe wurde von der Polizei entfernt

Im Vorfeld der Anreise entdeckten Bundespolizisten am Hauptbahnhof Neustadt eine rote Puppe mit der Aufschrift „KL“, die mittels Seil um den Kopf von einem Bahnsignal hing. Die Puppe, die mit Zeitungspapier aus Karlsruhe gestopft war, wurde durch die Beamten entfernt.

2.800 KSC-Fans reisten nach Kaiserslautern

Insgesamt 27.343 Zuschauer sind zu dem Spiel ins Fritz-Walter-Stadion gekommen – davon etwa 2.800 KSC-Anhänger, die ihr Team in die Westpfalz begleitet haben.

KSC-Fans zünden Pyrotechnik bei Einfahrt in Bahnhof

Die Bundespolizei sperrte während der Anreise die Personenunterführung, um beide Fangruppen strikt voneinander zu trennen. 1.200 Karlsruher Fans nutzten die zwei bereitgestellten zusätzlichen Züge. Dabei zündeten einige Unbelehrbare bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof Kaiserslautern Pyrotechnik sowie Böller und warfen Bierflaschen in Richtung von Polizeibeamten, die die Fans am Bahnsteig empfingen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Ein Polizeibeamter wurde im weiteren Verlauf durch einen KSC-Fan beleidigt.

Strafanzeigen gegen KSC-Fans

Die Fans wurden am Bahnhof an Polizeieinheiten der Landespolizei übergeben und zum Stadion begleitet. Dabei wurde der 11-Freunde-Kreisel weiträumig gesperrt, um ein Aufeinandertreffen mit einheimischen Fans zu verhindern. Vereinzelt kam es auf dem Weg zum Stadion auf Seiten der KSC-Fans zum Einsatz von Pyrotechnik und Böllern. Die Polizei konnte die Verursacher ermitteln und ihre Personalien feststellen. Auf sie kommen Strafanzeigen zu.

Fans auch nach dem Spiel getrennt

Nach dem Spiel verließen die Fangruppen der beiden Vereine zeitversetzt das Stadion, um auch nach dem Abpfiff die kategorische Fantrennung zu gewährleisten. Die Bahnreisenden wurden wiederum mit starker Präsenz zum Bahnhof begleitet. Während der Abreisephase musste zur Fantrennung die Personenunterführung im Bahnhof gesperrt werden. Die beiden Züge nach Karlsruhe verließen kurz nach 17 Uhr Kaiserslautern.

Polizeidirektor Leyens hält Kräfteeinsatz gerechtfertigt

Am Ende des Tages stellte Polizeidirektor der Bundespolizei Leyens fest, dass der hohe Kräfteansatz aufgrund der spürbaren Brisanz gerechtfertigt war und letztlich auch schwerwiegende Auseinandersetzungen im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei verhindert hat.

Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz und Sachbeschädigung

Auch die Bundespolizei leitete mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung. Das Polizeipräsidium Westpfalz lobt in seiner Pressemitteilung außerdem die gute Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und der Deutschen Bahn AG. (pol/tra)