Feldhase
Zutrauliche Feldhasen sollte man nicht streicheln. | Foto: Patrick Pleul

Auch für Menschen gefährlich

Nicht streicheln: Hasenpest in Karlsruhe festgestellt

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Schon 2018 wurde in Karlsruhe die Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen. Nun gibt das Ordnungs- und Bürgeramt erneut einen Fund bekannt: Der Krankheitserreger wurde bei einem im Hardtwald gefundenen toten Feldhasen festgestellt.

Es handelt sich bislang um ein einzelnes Tier, erklärte die Stadt Karlsruhe.

Auch Menschen können sich infizieren

Obwohl es sich bei der Tularämie vorrangig um eine Erkrankung bei wildlebenden Kleinnagern handelt, können auch Menschen erkranken, die mit infizierten Tieren direkten Kontakt hatten. Anzeichen einer möglichen Infektion beim Menschen sind grippeähnliche Beschwerden. Ohne Behandlung kann die Erkrankung sogar tödlich verlaufen.

Ist ein Arztbesuch notwendig, sollte dieser darüber informiert werden, wenn innerhalb von 14 Tagen vor Krankheitsbeginn Kontakt mit einem verendeten Wildtier bestand.

Hunde und Katzen sind weitgehend resistent

Das Veterinärwesen der Stadt Karlsruhe rät, tote oder auch lebendige Tiere (Hasen, Kaninchen, Eichhörnchen), die ein mangelndes oder sogar fehlendes Fluchtverhalten zeigen, auf keinen Fall zu berühren.

Die Gefahr für Hunde, die Kontakt mit einem infizierten Kadaver hatten, ist gering, da diese ebenso wie Hauskatzen gegenüber dem Erreger weitgehend resistent zu sein scheinen. In seltenen Fällen kommt es zu einem Krankheitsausbruch mit Fieber, Gelbsucht, Nasenausfluss, Husten sowie Haut- und Schleimhautgeschwüren.

Die Veterinäre des Ordnungs- und Bürgeramtes raten Hundehaltern dennoch, ihre Tiere im Wald nicht ohne Aufsicht zu lassen und Kontakte mit toten Wildtieren zu verhindern.

Auch Pfützen und Zecken stellen Risiko dar

Ein weiteres Infektionsrisiko können mit dem Krankheitserreger verunreinigte Pfützen darstellen. Ausreichender Zeckenschutz bei Hunden und Katzen kann dazu beitragen, eine Infektionskette zu unterbinden.

Auskünfte zum aktuellen Geschehen in Karlsruhe erteilt das Ordnungs- und Bürgeramt, Abteilung Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen telefonisch unter 0721/133-7101 oder per E-Mail an luv@oa.karlsruhe.de. Weitergehende Informationen zur Krankheit sind auch beim Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (www.fli.de) und, zur Bedeutung beim Menschen, beim Robert-Koch-Institut erhältlich.

BNN