Ein Hannoveraner zerstörte seine Transportbox, verletzte sich dabei und musste eingeschläfert werden.
Ein Hannoveraner zerstörte seine Transportbox, verletzte sich dabei und musste eingeschläfert werden. | Foto: Polizeiinspektion Hildesheim

Pferdehalterin unter Schock

Pferd zerstört während Fahrt seinen Anhänger und muss eingeschläfert werden

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Ein Pferd ist während einer Autofahrt auf der  BAB 7 in Fahrtrichtung Kassel in der eigenen Fahrtbox gestiegen, dabei zerstörte es den Anhänger und verletzte sich so schwer, dass es eingeschläfert werden musste. Laut Polizei Hildesheim musste die mitfahrende Pferdehalterin wegen Schock behandelt werden.

Der 78-jährige Fahrer des Autos bemerkte während der Fahrt, plötzlich ein Schaukeln beziehungsweise Ruckeln, welches aus dem Bereich des Anhängers kam. Aus bisher unbekannten Gründen ist der mitfahrende elfjährige Hannoveraner während der Fahrt gestiegen und durchbrach dabei die gesamte Front des Anhängers mit dem Kopf. Dabei verletzte sich das Tier schwer.

Pferdehalterin unter Schock

Der 78-Jährige konnte das Gespann auf dem Standstreifen der BAB 7 zum Stehen bringen und informierte umgehend die Polizei. Ein zufällig vorbeifahrender Allgemeinmediziner hielt sofort an der Unglücksstelle an. Er verabreichte dem Tier ein Beruhigungsmittel für Menschen, wodurch es zunächst etwas ruhiger gestellt werden konnte. Eine gerufene Tierärztin erschien schnell vor Ort und entschied letztendlich, dass das Pferd aufgrund der Schwere der Verletzungen eingeschläfert werden musste.

Die 69-jährige Pferdehalterin, die als Beifahrerin mitfuhr, wurde durch eine hinzugerufene Rettungsdienstbesatzung medizinisch versorgt, da sie aufgrund der Geschehnisse emotional sehr ergriffen war und unter Schock stand.

Sicherung des Verkehrs

Bis das Tier eingeschläfert wurde, sicherte die gerufene Polizei den Verkehr. Da das Verhalten eines verletzten Tieres – insbesondere eines großen kräftigen Pferdes – unberechenbar ist, wurde durch die eintreffende Autobahnpolizei Hildesheim mit zwei Funkstreifenwagen in beiden Fahrtrichtungen jeweils eine einstreifige Verkehrsführung hergestellt, um den Verkehr zu verlangsamen und im Falle eines Ausbruchs des Tieres schnellstmöglich eine Vollsperrung einzurichten.

Vor Ort rüstete sich zudem ein Polizeibeamter mit einer Maschinenpistole aus und hielt den Pferdeanhänger im Blick. Eine reine Vorsichtsmaßnahme um im Notfall schnellstmöglich eingreifen zu können. Nachdem das Tier eingeschläfert war, wurde das Gespann unter Polizeibegleitung mit dem beschädigten Anhänger schließlich bis zur nächsten Anschlussstelle von der Autobahn herunter begleitet.

 

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Hinweis der Polizei

Ein freilaufendes Pferd auf der Autobahn stellt eine extrem große Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar. Nicht selten ist es dadurch schon zu sehr schweren Verkehrsunfällen gekommen. Deshalb empfiehlt die Polizei Hildesheim Tierhaltern folgendes:

Wer – insbesondere bei Pferdetransporten – im Falle einer Panne auf dem Standstreifen der BAB, einer Kraftfahrstraße oder einer Bundesstraße liegenbleibt, sollte die Unglücksstelle absicher und über Notruf die Polizei informieren.

Warum?

Solche Situationen können bei den Tieren großen Stress auslösen und das Verhalten ist nicht berechenbar. Der Ausbruch eines Tieres kann zu großen Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer werden. Die Polizei wird in solchen Fällen vor Ort erscheinen, die Lage bewerten und entsprechende Absicherungsmaßnahmen treffen.

Hundehalter werden ebenfalls aufgefordert ihre Tiere bei Spaziergängen in der Nähe der Autobahn oder auf Parkplätzen und Rastanlagen an der Leine zu führen. Das gilt vor allem für die bevorstehende Reisezeit, wenn wieder viele Menschen mit ihren treuen Begleitern in den Urlaub fahren.

ots / BNN